Die schlammige Flussmündung oder meine Tage sind gezählt.
Moin moin!
Jetzt hab ichs doch mal geschafft mich ein paar Minütchen abzusetzen und somit hab ich endlich Zeit über meine letzten Wochen/Tage in Thailand zu berichten. Nach unserer Rückkehr von Go Samui stand wie schon im zugehörigen Beitrag erwähnt erstmal wieder Arbeit auf dem Plan. Irgendwo muss ja der ganze Urlaub auch reingeschafft werden ;). Am 7. August abends besuchten wir auf Chairats Anraten den Baiyoke Tower um dort ein edles chinesisches Buffet zu genießen. Bei sagenhafter Aussicht gabs eine breite Vielfalt chinesicher und generell fernöstlicher Spezialitäten. Abgesehen davon war die Zeit in Bangkok aber sehr ruhig und es gibt nicht viel zu berichten.
Am darauffolgenden Wochenende haben wir mal wieder Bangkoks Nachtleben erkundet, aber leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, so dass es hier keine Beweisfotos vorzuweisen gibt. Ende der nächsten Woche gings dann nach Kuala Lumpur, wohin uns unser guter Freund Kai für fünf Tage eingeladen hatte. Am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok gelang uns noch ein netter Schnappschuss.
Aufgrund Kais Aussagen im Vornherein wussten wir schon, dass wir in Kuala Lumpur nicht in einer JuHe hausen würden. Was uns erwartete übertraf unsere Erwartungen aber um ein Vielfaches
Am Flughafen in KL angekommen fanden wir Kai nach kurzer Suche wie ausgemacht am Meetingpoint B. Nach einem kurzen Telefonat war dann auch Mr. Ruben, unser Chauffeur, zur Stelle um uns zum eine Autostunde entfernten Hotel Westin zu bringen - ungewohnter Luxus für uns zwei Studenten
Aber das sollte erst der Anfang werden. Beim Betreten unserer Executive Suite im Westin stellte sich heraus, dass Kai uns mit seinen Andeutungen über Presidential Suites & Co. nicht veräppelt hatte, wir hatten eine 100qm-Executive Suite zur freien Verfügung… Uns hatte es erstmal die Sprache verschlagen… Normal waren unsere Hotelzimmer in etwa so groß wie das Badezimmer unserer Suite
Im Service inbegriffen war der Zugang zur Club Lounge, in der Zeit zwischen 17 und 19 Uhr Hors D’Oeuvre serviert wurden. Danach machten wir uns auf Kuala Lumpur zu erkunden. Nach einem leckeren und überaus üpiggem Abendessen entschieden wir uns für ein Straßencafe mit intuitivem Namen. Dort ließen wir es uns mit extrem teuren Getränken und einer Shisha gutgehen.
Am nächsten Tag genossen wir zunächst einmal das fantastische Frühstücksbuffet im Westin, dass eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Leckereien bot. Ob man nun mehr auf französisches petit-déjeuner stand, lieber die indische Küche bevorzugte, gerne malayisch frühstückte oder einfach nur ein Brötchen mit Marmelade haben wollte, man kam voll und ganz auf seine Kosten. Mit vollem Bauch starteten wir dann “relativ früh” unseren ersten Versuch um Tickets für die Petronas Towers zu ergattern. Diese kosten nichts, allerdings werden die Schalter bereits in aller Herrgottsfrühe von (Zitat eines Einheimischen) “den Arabern” belagert. Infolgedessen waren dann natürlich auch keine Tickets mehr verfügbar… *grmpf* Naja, wir haben dann den Vormittag noch dazu genutzt die vielfältigen Shopping-Angebote rund um die Towers zu besuchen und herausgefunden, woher Singapur die ganzen Verbotschilder importiert… Danach hatte Kai geplant, dass wir den Sunway Lagoon Theme Park besuchen. Hört sich gut an - isses aber nich
Nach einem, wie ich finde, ziemlich saftigem Eintrittspreis betritt man den schlechtesten Erlebnispark, den ich je besucht hatte. Nicht nur, dass jeder Tätigkeit, die nur annähernd Spaß aufkeimen lassen könnte mindestens 5 Regeln entgegen stehen, die versuchen, eben das zu verhindern - nein, ein Großteil der beworbenen Attraktivitäten waren schlicht geschlossen. Und die, die geöffnet waren, wie der Quadparcour im eXXtreme Park waren einfach nur lächerlich: Man durfte hinter einem Führer 10 Minuten auf einer abgesteckten Teerstrecke mit maximal 20 km/h fahren - wirklich eXXtreme… So kam es letztlich, dass wir den meisten Spaß in einem stinknormalen Schwimmbecken mit mittelmäßigen Wellen erleben durften - was ein Armutszeugnis. Daher hier ein klare Empfehlung:
Geht niemals in den Sunway Lagoon Theme Park — es sein denn, ihr steht auf Langeweile
Mit Gruß an Google: no fun boring too expensive waste of time annoying bad ridiculous not recommended
Achja, um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen wurden mir in diesem Park auch noch meine sündhaft teuren (2 EUR) thailändischen Flipflops gestohlen - ich spare mir weitere Kommentare ob dieser Tat. Nach dieser herben Enttäuschung entschieden wir uns zurück zum Hotel zu fahren und den Tag dort am Pool zu genießen. Das war wesentlich aufregender und angenehmer als der Sunway Park. Nix gegen Kai, ihm wurde der Park von malaysischen “Freunden” empfohlen, vielleicht ist ihm dabei der ironische Unterton entgangen
Abends waren wir wieder mal in KL unterwegs und stießen unter anderem auf diese Figur mit dem “interessanten” Emblem auf der Brust. Da Kai uns schon mehrmals von seinen Bowlingerfahrungen erzählt hatte suchten wir danach ein Bowlingcenter auf. Zu Anfangs noch etwas erschrocken durch das exorbitante Gewicht der Kugeln stellten wir uns dann doch recht schnell auf die Herausforderung ein und konnten Kai einmal mehr zeigen “wo dr Bardl dr Moschd hold”, wie man bei uns in Schwaben sagt :> Zusätzlich hats auch noch richtig Spaß gemacht, weshalb wir wohl nun auch in Freiburg mehr oder minder regelmäßig die Kugel schwingen wollen.
Den nächsten Tag haben wir dann etwas ruhiger angehen lassen und hauptsächlich durch Gammeln verbracht — glaube ich zumindest. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich einfach nicht mehr genau weiß, was wir da gemacht haben. Dummerweise hab ich tagsüber auch keine Bilder gemacht, mein elektronisches Gedächtnis ist also auch nutzlos. Abends haben wir jedenfalls zusammen mit Kai das Eye on Malaysia besucht, ein Riesenrad mit teils beeindruckender Sicht über Kuala Lumpur. Nach der vierten Runde hatten wir dann aber eigentlich wieder genug und waren froh, dass wir nach drei weiteren unsere Gondel endlich wieder verlassen durften. Danach zog es uns einmal mehr ins Bowlingcenter, das macht einfach saumäßig Spaß. Allerdings hatten wir etwas unterschätzt, dass die Spielerei mit den schweren Kugeln doch auch körperlichen Tribut fordert. Insofern bewegten wir uns an diesem Abend eher im Stile eines Seniorenteams über die Bahnen…
Für den nächsten Tag war eigentlich Wildwasserrafting angesagt, da uns nach demokratischer Abstimmung der Sinn aber mehr nach ner Urwaldtour stand entschieden wir uns für einen Hiking-Ausflug in den Templer Park. Wir wurden morgens um neun mit nem Bus am Hotel abgeholt und in irgendnen Souvenirladen gekarrt. Nach kurzer Pause gings dann auch mit unseren Privatfahrer los in Richtung Templer Park. Der Fahrer war allerdings eher nervig, trotz demonstrativer Ignoranz unsererseits plauderte er ausgiebig aus dem Nähkästchen seiner vergangenen Bettgeschichten - buaaah. Nach einer qualvollen Stunde kamen wir dann endlich am Park an und hatten das Glück fürderhin von einem der dortigen Parkbediensteten begleitet zu werden. Das Erscheinen diesen Mannes entschädigte uns dann wieder für die erlittenen Qualen. Insgesamt sieben Ebenen mussten wir erklimmen um schließlich zum obersten per Fußweg erreichbaren Wasserfall zu gelangen. Bei über 30° und entsprechender Luftfeuchte nicht ganz ohne - für Europäer… Auch wenn es nicht ganz das war, was wir uns unter Hike vorgestellt hatten so war es doch ein wunderschöner Ausflug mit beeindruckender Natur. Aus unserem Abendessen im KL Tower wurde leider nichts, daher entschieden wir uns spontan für ein nahegelegenes Restaurant, dessen Namen mir leider entfallen ist. Dafür mussten wir uns aber natürlich erstmal ordentlich rausputzen und konnten endlich unsere maßgeschneiderten Anzüge zur Schau stellen (Ja ich weiß, die Krawatte sitzt etwas schief, hab hier kein Photoshop parat und ja, auch die Schuhe passen nicht perfekt
). Unsere Speisen dort waren äußerst vorzüglich, die zugehörigen Preise aber meist jenseits von Gut und Böse. So kostete bspw. die teuerste Flasche Wein auf der Karte unglaubliche 15.000 EUR. Mein Opa würde sagen: “Ha dees isch hald au bloß Wei”. Eine interessante Erfahrung stellte noch die Toilette dieser Lokalität dar, wurde man dort doch von eukalyptusgeschwängerten Luft förmlich instantan in den siebten Frischehimmel befördert
Auf dem Rückweg vom Restaurant konnte ich dann endlich einen weiteren würdigen Kandidaten für die Aufnahme ins Buch “The World’s Dumbest Superlatives” finden.
Unser letzter Tag begann - wie üblich - wieder mit einem dekadenten Frühstück. Darauffolgenden starteten wir unseren zweiten Angriff auf die Petronas Türme. Leider waren auch dieses Mal “die Araber” schneller und wir hätten frühestens um 15 Uhr Einlass bekommen. Dummerweise mussten wir um diese Zeit schon am Flughafen sein und wir müssten diesen Plan leider begraben. Daher begaben wir uns zurück zum Hotel, packten unsere Sachen und genossen unsere letzten gemeinsamen Stunden am Hotelpool. Unser Fahrer Mr. Ruben brachte uns dann wieder standesgemäß zum Flughafen, wo wir uns von unserem Gastgeber verabschiedeten. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankschön an Kai, die fünf Tage in Kuala Lumpur waren einfach spitzenmäßig!!!
Wieder zurück in Bangkok angekommen hatte ich nur noch einen Tag, bis es wieder zurück nach Deutschland ging. Daher bestand der nächste Tag größtenteils daraus mein Gelumpe zusammenzupacken und meine Zimmer in einen bewohnbaren Zustand zu bringen. Marius wollte mich nämlich dort beerben, weil mein Zimmer im Gegensatz zu seinem über eine Klimaanlage verfügt
Abends verabschiedete ich mich dann noch von Chuchart und Malee und den Kollegen, die mir während meiner gesamten Zeit in Thailand sehr ans Herzen gewachsen waren. Vielen Dank auch an Euch, für alles was Ihr für mich getan habt. Dann gings auch schon los zum Suvarnabhumi-Flughafen - allerdings mit massiv “Übergewicht”. Ich durfte einen Koffer bis 20kg und Handgepäck bis 7kg mitnehmen, dabei hatte ich einen Koffer mit knapp 25kg und zwei Rucksäcke mit insg. 20kg. Glücklicherweise kam ich aber durch alle Kontrollstellen durch und konnte meinen Flug nach Dubai antreten. Dort hatte ich 4 Stunden Aufenthalt, währendderer ich verzweifelt versuchte auf den extrem unbequemen Stühlen in der “Quiet Lounge” (Gartenstühle ohne Auflage) zu schlafen. Wirklich geklappt hats nicht, aber wenigstens ging die Zeit rum. Dann gings auch endlich weiter nach Frankfurt, wo ich am 16. August um ca. 13:30 Uhr Ortszeit endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen hatte. Noch schnell in den Zug gehüpft konnte ich um 17:00 Uhr in Ulm endlich meine Familie wieder in die Arme nehmen. Zur Feier des Tages speisten wir im Oggenhausener Dorfrestaurant, wo ich mich gleich mal an einem pfundigen Rinderrückensteak zusammen mit einem dunklen Bier gütlich tat. Deutschland - du hast mir gefehlt
Gegen Mitternacht übermannte mich dann doch die Müdigkeit und nach knapp 44 Stunden ohne wirklichen Schlaf entschwand ich ins Reich der Träume.
Mit diesem Blogeintrag ist meine Zeit in Thailand nun also vorbei und der Eintrag hoffentlich ein würdiger Abschluss, sowohl hinsichtlich der Länge als auch der verlinkten Bilder. Ich hoffe Ihr hattet während meiner Zeit dort unten viel Spaß beim Lesen, Bilder gucken und was weiß ich was. Ich werde auch in nächster Zeit hier immer mal wieder was aus meinem Leben zum Besten geben, wahrscheinlich aber nicht in gleichem Umfang und gleicher Frequenz, dafür ist Deutschland einfach zu langweilig
Bis bald, liebe Grüße, Euer
Tobias
P.S.: Für diejenigen, die sich immer noch Fragen, wieso der Titel dieses Eintrags “Die schlammige Flussmündung” enthält: Das ist einfach die wörtliche Übersetzung von Kuala Lumpur. ![]()
Ich bin wieder hier… in meinem Revier…
Griaß Goddle,
Bin mittlerweile wieder auf deutschem Boden angekommen und hab auch schon genüsslich mein erstes Rindersteak vertilgt und dazu ein ordentliches dunkles Bier getrunken - traumhaft
Das aber nur als kurze Statusmeldung um Euch die Zeit bis zum nächsten Blogeintrag, indem ich über meine letzten Wochen in Thailand und unseren Besuch in Kuala Lumpur berichten werden, zu verkürzen.
Bis bald, Euer
Tobias
Go Samui und 30%
Hallo liebe Fangemeinde,
aus der im letzten Blogeintrag angesprochenen Verkürzung der Zeiträume zwischen den Einträgen ist leider nichts geworden, ich bitte vielmals um Entschuldiung dafür. Einige weniger erfreuliche Ereignisse in letzter Zeit und die damit einhergehenden Umstände gaben mir einfach nicht genug Zeit um einen Beitrag in der Qualität zu schreiben, die ihr gewohnt seid… Naja egal, jetzt gibts ja endlich mal wieder was Neues ![]()
In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli hatten wir das Glück die Blüte einer Dragon Fruit zu sehen. Diese blüt nur eine einzige Nacht im Jahr und treibt daher natürlich ordentlichen Aufwand. Wie ihr aus dem letzten Eintrag entnehmen könnt is der Marius ja mittlerweile auch hier in Bangkok. Um ihm gleich thailändische Kultur in geballter Form einzutrichtern besuchten wir zusammen mit Chairat am Wochenende die OTOP-Austellung (OTOP ~ One Province, One Product), wo jede Provinz Thailands ihre regionalen Spezialitäten zur Schau stellt und zum Kauf anbietet. Unheimlich viel leckeres Essen und Getränke wie z.B. Litschiwein gabs dort zu probieren. Aber nachdem unsere Bäuche voll waren und uns Männern natürlich nicht sehr viel am Shoppen lag gingen wir danach noch ins Kino. Ich hab mich zum Film Transformers überreden lassen - ein folgenschwerer Fehler, was für ein beknackter Film
Am nächsten Tag haben wir uns ins Bangkoker Nachtleben gestürzt. Leider war der DJ im Laden unserer Wahl etwas - ähm - ruppiger. Knallharte Wechsel von R’n'B zu Deathmetal zu Hiphop zu Techno und wieder R’n'B waren an der Tagesordnung. Naja dafür kauft man Whiskey dort in Literflaschen, war also doch noch ganz lustig ;).
Die Woche über war dann erstmal Arbeit angesagt, daher will ich da auch nicht viel Worte drüber verlieren. Am darauffolgenden Samstag wollten wir (Chairat und ich) Marius den Tempel des Smaragdbuddhas zeigen. Da wir aber leider zu spät dafür waren mieteten wir uns am nahegelegenen Pier ein kleines Boot und ließen uns damit durch den alten Stadtteil Bangkoks namens Thonburi fahren. Ein extremer Kontrast zur anderen Seite Bangkoks, aber dennoch oder gerade deshalb konnte man sehr viele interessante Einblicke gewinnen. Nicht umsonst nennt man Bangkok auch das Venedig Ostasiens. Ich ließ mir sagen, es gäbe dort sogar eine schwimmende Bank - ein kleiner Kahn, der dort in regelmäßigen Abständen seine Runden zieht und den Anwohnern ermöglicht ihre Geldgeschäfte zu tätigen. Zur Sicherheit ist ein Polizeibeamter an Bord. Am Ende der Tour bekamen wir dann doch noch einen Tempel zu sehen und zwar den Wat Arun - Tempel der Morgenröte. Abends waren wir noch zusammen Billardspielen und am nächsten Tag haben wir erstmal ordentlich ausgeschlafen, weil wir nachmittags in den Urlaub nach Go Samui fliegen “mussten”
Dort angekommen haben wir uns dann erstmal eines der Taxen des lokalen Taxikartells geschnappt und uns für 400 Baht zu unserer ca. 10 min entfernten Bungalowsiedlung fahren lassen. (Zum Vergleich: in Bangkok kommt man damit an die 70 km weit, nunja). Wir haben uns also häuslich eingerichtet und sind dann zur Tauchschule gefahren (mit nem gemieten Roller), um unsere Tauchausflüge/Tauchkurs zu buchen. Den restlichen Abend haben wir dann gemütlich ausklingen lassen, gestört wurden wir nur durch die startenden und landenden Flugzeuge, die in ca. 50 m Höhe über unseren Bungalow donnerten. Eben davon wurden wir auch am nächsten Morgen gegen 6:30 Uhr geweckt - fantastisch
Allerdings ganz praktisch für Marius, der wegen seines Tauchkurses eh etwas früher aufstehen musste, ich hab mich hingegen nochmal hingelegt und schön weitergepennt. Da ich den Tag aber nicht nur durch Faulenzen verbringen wollte habe ich mich dann für ne Inseltour mit dem Roller entschlossen. Da es ziemlich bewölkt war hab ich auch auf Sonnencreme verzichtet, welch Weisheit… Davon abgesehen war die Tour aber recht interessant, Go Samui hat nämlich zwei total unterschiedliche Seiten: Die Nord- und Ostseiten sind total vertourifiziert, im Westen und Süden hingegen findet man nur sehr wenige dieser “Artgenossen”.
Am nächsten Tag war dann auch endlich für mich der erste Tauchtag gekommen, es ging zum Sail Rock. Es war super endlich wieder unter Wasser zu sein, wenn auch die Unterwasserwelt nicht ganz so beeindruckend war wie auf der anderen Seite Thailands. Abends waren wir noch etwas mit dem Roller auf der Insel unterwegs. Als wir unseren Roller auftanken wollten, reagierten wir allerdings etwas verdutzt auf die Frage “Red or yellow?“. Nach einem geschulten Blick in unseren Tank entschied sich die Treibstofffachverkäuferin für yellow und wir konnten weiterfahren ![]()
Tags darauf durfte Marius dann endlich auch mit aufs Boot, nachdem sich seine bisherigen Taucherfahrungen auf den Hotelpool beschränkt hatten. Schön wars, aber viel besonderes ham wir nicht gesehen. Achja eine Besonderheit: Clownfische (Nemos für Euch Laien ;)) sind in dieser Gegend ziemlich selten. Um eine Anemone, in der dennoch welche hausten, gab es daher eine Sicherheitszone, die durch ein 4×4 m Quadrat aus Steinen markiert wurde und die man nicht betreten/-schwimmen durfte
Für den Nachmittag hatten wir uns vorgenommen die Go Samui Shooting Range zu besuchen. Dort angekommen hatten wir gleich die Wahl zwischen .45er, .38er, 9mm, AK-74 und nem Schrotgewehr. Wir entschieden uns für die .38er und dann natürlich noch für die AK. Kurz hinter die Absperrung getreteten und schon konnte es losgehen. Wirklich aufregend wars nicht, aber immerhin mal ne Kalashnikov abgefeuert
Aufm Rückweg kamen wir noch an einem Thailändischen Drive-In vorbei, aber seht selbst…
Am nächsten Tag gings dann wieder Tauchen, dieses Mal zum Chumpon Pinnacle, wo man sehr häufig auf Haie trifft. Und tatsächlich, wir hatten Glück: In 25 m Tiefe kreuzten plötzlich 3 ordentliche Schwarzspitzenriffhaie (um die 2 - 2,5m Länge) unsere Wege. Einfach nur faszinierend, wie elegant diese wunderbaren Geschöpfe durchs Wasser gleiten. Leider war das Schauspiel nach kurzer Zeit schon wieder vorbei… Nach dem Tauchen ham wir dann erstmal genüsslich ne ordentliche Runde gepennt. Danach sind wir noch mit ein paar Jungs ausm Pott um die Häuser gezogen. Achja, Marius war inzwischen offiziell Open Water Diver. Daher konnten wir am nächsten Tauchgang endlich zusammen auf die Pirsch gehen. War wieder ganz nett, wir haben unter anderem einige Babymoränen mit 10 cm Länge gesehen, sehr putzig… Zurück in der Tauchschule konnte ich dann endlich mal ein paar Bilder des verspielten Hundes dort schießen. Danach haben wir nochmal gründlich Schlaf reingeholt und waren dann nochmal mit den Jungs vom Vorabend einen trinken.
Am Samstag hatten wir dann vor mit Mopeds die Insel zu erkunden. Dieses mal hab ich wohlweislich zunächst Sonnencreme aufgetragen
Dann gings auch schon los. Da wir die Küstenregion schon recht gut kannten machten wir uns auf ins Inselinnere um dort einen Aussichtspunkt auf dem höchsten Berg der Insel (immerhin 650m) zu erkunden. Dummerweise war die Beschilderung aber so schlecht, dass wir immer wieder auf irgendwelchen verschlammten Straßen landeten. Zwischendurch erspäten unsere Augen dann noch eine verlockende Herausforderung: Eine Hauszufahrt mit mind. 30% Steigung. Da mussten wir hinauf mit unseren Mopeds
Hinauf gings dann auch ganz gut, aber oben angekommen hatte ich leider den Platz zum Umdrehen falsch kalkuliert. Und da ich mich zusätzlich noch etwas ungeschickt am Gashebel hielt blieb mir nichts anderes übrig als genüsslich mit 3km/h in den mit Gebüsch überhäuften Straßengraben zu fahren um mich dort niederzulegen. Sah sicher extrem lächerlich aus
Glücklicherweise hab ich mir bis auf ein paar Schrammen am Bein nicht viel getan und das Moped war auch größtenteils “unverletzt”. Nach dieser kurzen Episode wollten wir dann noch einen Wasserfall besichtigen. Am zugehörigen Parkplatz angekommen geleitete uns ein Schild “Way to Waterfall” den Weg. “Weg” ist allerdings sehr wohlwollen gemeint, man musste sich mehr krabbelnd und kletternd am Flussbett entlang und hindurch bewegen. Einige Passagen wären bei uns gut als Klettersteig durchgegangen. Nach nur knapp 50 min hatten wir auch schon die laut Schild 300 m zum Wasserfall zurückgelegt — jaja, die Thais nehmens nicht so genau mit Längenangaben
Der Wasserfall war letztlich ein brauner Tümpel mit etwas plätscherndem Wasser… Trotz erbitterter Kämpfe mit der Vegetation gelangten wir letztendlich wohlbehalten zu unseren Mopeds
Doch die bei dieser Wanderung erlittenen Qualen sind nicht annähernd mit den Qualen zu vergleichen, die uns täglich durch die Propagandamaschinerie der örtlichen Muay-Thai-Organisation zugefügt wurden. Selbige verstreuen nämlich Horden von motorisierten Lautsprechern über die Insel, die ständig mit dem selben Tonband die “Best of the Best Muay Thai”-Legenden ankündigen. Eine kleine Kostprobe gibts hier. Am nächsten Tag war dann unsere größte Aufgabe noch den demolierten Spiegel an meinem Moped reparieren zu lassen (kostete sagenhafte 180 Baht = 3,50 EUR) und dann die Mopeds zurückzugeben. Danach gings dann zum Flughafen und von dort aus wieder zurück nach Bangkok, wo wir die aktuelle Woche größtenteils mit Arbeiten verbracht haben…
So jetzt habt ihr mal wieder ordentlich was zum Lesen, bis zum nächsten Mal. Liebe Grüße, Euer
Tobias
Mein Ausflug nach Singapur aka Sign-apur
Nach einem dieses Mal, so hoffe ich, wieder akzeptablen Zeitraum melde ich mich wieder zurück. Wer sich aber auf großartige Neuigkeiten und atemberaubende Storys gefreut hat, den muss ich leider enttäuschen. Viel ist seit dem letzten Eintrag nämlich nicht passiert, naja nicht so viel wie sonst jedenfalls…
Nachdem wir von Chiang Mai zurückgekommen sind hab ich am Mittwoch Abend endlich grünes Licht bekommen, mein Visum durch einen kurzen Aufenthalt in Singapur verlängern zu dürfen. Kurz zur Info: Mein Visum ist ein Touristenvisum, dass einem insg. zwei Einreisen à 60 Tage erlaubt. Nachdem meine ersten 60 Tage am 30. Juni ausliefen musste ich also kurz das Land verlassen - umständlich, aber so läuft das hier…
Den Rest der Woche habe ich dann mit Arbeit und der Suche nach Hotel und Flug in bzw. nach Singapur verbracht; so auf die Schnelle war das gar nicht so einfach. Letztlich hats aber doch noch geklappt und ich hab für Samstag einen Flug Mittag bekommen. Um die selbe Uhrzeit ging auch Ellis Flug zurück nach Hause
. Freitag morgens konnten wir dann glücklicherweise noch unsere maßgeschneiderten Anzüge abholen, feinstes Zwirn sag ich nur
Auf dem Rückweg fand ich noch ein bemerkenswertes Lokal, aber urteilt selbst… Den Freitag Abend haben wir dann noch mit Packen verbracht und ich konnte Elli endlich dazu überreden, noch eine Durian zu probieren. Wie’s ihr geschmeckt hat kann man ganz deutlich hier sehen. ![]()
Am Samstag morgen sind wir dann zusammen mit Chuchart, der zu einem Geschäftstermin unterwegs war, zum Suvarnabhumi-Flughafen gefahren. Nach einem kurzen Abschied ging dann jeder seiner Wege, Elli nach Frankfurt und ich nach Singapur. Dass dort ein anderer Wind weht stelle ich gleich im Flugzeug fest, als ich den Einreisemeldebogen ausfüllte (links unten). Am Changi-Airport im Osten Singapurs angekommen wollte ich dann schnell in die Metro einsteigen, die dort Halt macht. Dummerweise wars aber nix mit schnell, ich musste zunächst noch 20 min durch die Gegend wandeln… Vielleicht bin ich aber auch etwas falsch gelaufen, wer weiß… Als ich die Bahn dann endlich gefunden hatte gings damit bis zur Station Aljunied. Von dort aus sinds dann bis zum Hotel (eigentlich) nur noch etwa 15 min zu Fuß (wenn man in die richtige Richtung läuft). Aber irgendwie war mir noch nach etwas Laufen. Bin dann also wieder ca. 30 min planlos durch die Gegend gewandert und hab letztendlich ein Taxi genommen. Mein persönlicher “Tag der Orientierung” oder so :). Letztendlich bin ich dann aber doch tatsächlich an meinem Hotel Fragrance Hotel - Pearl angekommen. Mir schwante aufgrund des sehr günstigen Preises schon Böses, doch beim Betreten meines Zimmers war ich positiv überrascht: Es war zwar auf das nötigste beschränkt, aber dafür ziemlich sauber. Hab mich dann erstmal noch ne Stunde hingelegt, weil die Nacht davor ja etwas kürzer war (siehe letzter Eintrag). Danach bin ich mit der MRT (Singapurs Metro) zur Haltestelle City Hall gefahren. Dort hab ich mir dann erstmal eine “lokale Spezialität” in Form gefüllter Crêpes gegönnt. Die Preise dort waren recht gesalzen, hab aber auch erst danach erfahren, dass dort nur doofe Touristen speisen ![]()
Am nächsten Tag hab ich mich aufgemacht die Stadt zu erkunden. Da durfte natürlich ein Besuch der weltbekannten Orchard Road nicht fehlen. Naja, is halt ne Straße mit unendlich vielen Geschäften. Wie gemacht zum Shoppen aber überhaupt nix für mich. Einen interessanten Laden hab ich dort gefunden, den zugehörigen Schnappschuss will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Nachmittags wollte ich mir dann auf Kais Empfehlung noch den Marina Park ansehen, aber mein Glück hat mich mal wieder verlassen… So bin ich halt noch etwas durch die Stadt geschlappt und hab unter anderem noch ein extrem fettes Huhn gefunden… Abends stand dann mein erster Geschäftstermin an, daher hab ich mich dann mal nach Hause bewegt. In der Straße, in der das Hotel liegt, angekommen wunderte mich ich zunächst über die extreme Dichte von hübschen, leicht bekleideten Mädels. Als ich die Geschehnisse von meinem Hotelfenster aus etwas näher begutachtete wurde mir plötzlich klar was in der Hotelbeschreibung mit “interessante Lokalität” gemeint war - ich logierte mitten im Rotlichtviertel
Naja war jedenfalls teils ganz interessant dem Geschehen zuzugucken, die “arbeiten” dort nämlich rund um die Uhr… Und wenn mal einmal am Tag die Polizei vorbeifährt ist die Straße plötzlich wie leergefegt, da sind die Highheels ruckzuck ausgezogen und dann wird barfuß gerannt, sehr amüsant ![]()
Am nächsten Tag bin ich auf Empfehlung eines einheimischen in den Bukit Timah Natur Park gefahren und hab dort ne ordentliche Wanderung absolviert - bei 34° und fast 100% Luftfeuchte verdammt anstrengend. Leider hat auf halber Strecke der Akku meiner Kamera den Geist aufgegeben just in dem Moment, als ein 75 cm langer Grüner Leguan meinen Weg kreuzte - Schicksal… Nachmittags hab ich nen kleinen Ausflug nach Chinatown unternommen. Auf dem Hinweg konnte man mal wieder die Liebe Singapurs zu Verboten entdecken, die Stadt ist gespickt mit Verbotsschildern (daher Sign-apur). Zurück zu Chinatown: Dort fühlt man sich wirklich wie in China, überall nur chinesische Schrift und gesprochen wird Mandarin. Naja fast überall, zumindest einen Hort des Widerstandes hab’ ich gefunden. Abends hab ich dann noch ein paar einheimische Mädels kennengelernt, die mich dann noch etwas durch die Stadt geführt haben.
Tags darauf hab ich morgens Singapurs Hausberg Mt. Faber angeguckt. Aber Berg is übertrieben, sowas nennt man bei uns nicht mal Hügel. War dann auch ziemlich unspektakulär und als es auch noch angefangen hat zu regnen hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Einzig aufregend war dann noch die Gondelfahrt bei starkem Wind, da war mir teilweise schon etwas mulmig zu Mute, kam aber sicher wieder unten an. Danach hatte ich dann noch einen weiteren Geschäftstermin in der Auslandshandelskammer. Das Gespräch dort war ziemlich informativ, mal sehen was sich so ergibt. Viel erfüllender war für mich allerdings, dass sich im Erdgeschoss des Deutschen Hauses eine Bäckerei für original deutsche Backwaren befand. So konnte ich nach zwei Monaten mit schwammigem Toast und Margarinecroissants endlich mal wieder ein paar Vollkörnbrötchen knuspern - Wahnsinn!
Abends hab ich mich dann noch mit nem Freund getroffen und meinen Aufenthalt langsam ausklingen lassen, da es am nächsten morgen um 9 Uhr wieder zurück nach Bangkok ging.
Die restliche Woche hab ich ziemlich viel gearbeitet, Freitags waren wir im Kino in Die Hard 4.0. Selten nen unrealistischeren Film gesehen als diesen: Bruce Willis kämpft in einem 20-Tonner-Lastwagen gegen einen Jet der Air Force - und gewinnt natürlich, Hacker können innerhalb von Sekunden in jedes beliebige System eindringen und wissen dann auch sofort, wie man bspw. Atomkraftwerke bedient
Naja lustig wars trotzdem. Am Wochenenede war ich dann mit Hut nochmal im Partyviertel RCA unterwegs, wo wir viel Spaß hatten. Am Dienstag Mittag haben wir dann Marius vom Flughafen abgeholt und wir werden nun zusammen für ca. einen Monat Thailand unsicher machen. Macht Euch also gefasst auf weitere spannende und atemberaubende Berichte - nur HIER in meinem Blog
Das wars dann vorerst mal wieder, bis zum nächsten Beitrag. Liebe Grüße, Euer
Tobias
Was lange währt…
Wie seit langem versprochen schaffe ich es nun endlich ‘nen neuen Blogeintrag zu schreiben. Keine Angst, solche langen Pausen werden (hoffentlich) nicht zur Regel werden - Elli ist ja jetzt wieder weg, ich hab also mehr Zeit. Allerdings kommt der Marius in 10 Tagen… naja
Nun zu den Geschehnissen der letzten Zeit.
Nachdem wir von Krabi zurückgekommen sind und uns wieder etwas eingelebt hatten besuchten wir die Ocean World im Keller des Einkaufszentrums Siam Paragon. Dort konnten wir viele der Tiere, die wir zuvor in Krabi in freier Wildbahn angetroffen hatten, etwas genauer unter die Lupe nehmen. Leider hat mein Kameraakku nach kurzer Zeit den Geist aufgeben, daher gibts nur wenige Bilder (1-3). Die darauffolgende Woche kam ich dann endlich mal wieder zum Arbeiten, dementsprechend wenig (für Euch interessantes) gibts daher zu berichten. Am Donnerstag haben uns Malee und Leg (eine Freundin) eingeladen zusammen mit Ihnen Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Thailands, zu besuchen. Nachdem wir zuvor noch im Büro ein Bewerbungsgespräch mit einer Bewerberin erledigt hatten ging es dann gegen 12 Uhr los. Bis Ayutthaya mussten wir aber zunächst noch ein Stück mit dem Auto zurücklegen. Unsere beiden “Fremdenführer” (Malee und Leg) harmonisierten dabei prächtig: Leg kann fahren hat aber keinerlei Sinn für Orientierung, Malee kennt sich dagegen aus, darf aber nicht fahren
So kamen wir also nach ca. einer Stunde an und machten uns auf die unzähligen Tempelanlagen zu erkunden. Das besondere dort ist, dass die Stadt nach einem Krieg gegen Burma von den Burmesen fast vollständig zerstört und niedergebrannt wurde. Viele Tempel wurden in diesem Zustand belassen, somit kann man die Spuren von damals immer noch erkennen. Auf Bild 4 seht ihr den Reclining Buddha, der sich nur einmal alle zig Jahre von seinen Strapazen ausruhen muss. Auf den Bildern 5-7 sieht man einerseits die beeindruckenden Tempelanlagen, andererseits aber auch die massive Zerstörung selbiger. Der Hang zur Demütigung wird besonders in Bild 8 deutlich: Alle Büsten wurden enthauptet, teilweise auch noch gröberes (2. v. re) Bei unserem Spaziergang durch die Anlagen entdeckte Elli auch noch eine monströse Eidechse (Bild 9). Später wurde uns von einem Parkwärter gesagt, dass es sich dabei um einen Waran handele. Wer weiß, jedenfalls war das Gerät aber üppige 30 cm lang, schon ganz ordentlich… Dann gabs noch eine Betonpalme zu sehen (Bild 10). Sieht doch wirklich so aus als hätte man ne Palme auf eine Betonsäule draufgepfropft - es handelt sich aber wirklich um den echten Stamm des Gewächses… Beim Rückweg zum Auto wurden wir noch von einem Taxi der anderen Art überholt (Bild 11) und auf der Rückfahrt deckten wir uns noch mit einer lokalen Spezialität ein - sogenanntem Lotii (Bild 12). Das is was pfannkuchenartiges wozu man farbige Zuckerfasern isst. Sieht komisch aus, schmeckt aber ziemlich lecker.
Am darauffolgenden Freitag wollte Chairat nach Hause nach Chiangmai fahren, weil dort irgendeine Wahl anstand. Da mich diese Stadt im Nordwesten Thailands auch interessierte entschieden wir uns spontan mit ihm mitzufahren. Um sechs Uhr abends gings los mit dem Nachtzug auf die 700 km lange Strecke. Der Zug braucht dafür 13 h (!!!), kostet dafür aber auch nur 16 EUR. Schlafen konnte man allerdings nicht wirklich gut, weil es erstens einfach zu laut war und zweitens da in Thailand, hmm wie soll ich sagen, die Schienen nicht mit der nötigen Präzision verlegt werden
Gesund angekommen sind wir aber trotzdem. Am Bahnhof wartete auch schon Chairats Vater, der uns dann auch gleich bei unseren Hotel Lai Thai ablieferte. Nachdem wir uns in unseren Zimmer etwas von den Strapazen der Fahrt erholt hatten erkundeten wir mittags zusammen mit Chairat die Stadt. Dabei gabs natürlich wieder unzählige Tempel und andere buddhistische Heiligtümer zu erkunden (Bild 13-15). Dann lernten wir, dass in Thailand auch Bäume Steckdosen haben (Bild 16) :). Gegen Abend stießen dann noch Chairats Eltern dazu und führten uns noch etwas herum (Bild 17). Am nächsten Morgen besuchten wir gemeinsam den Tempel, in dem Chairat einen Monat als Mönch verbracht hatte. Dort gibt es den Brauch, dass jeder Gläubige etwas zu Essen/Trinken mitbringt und dann alle gemeinsam frühstücken (Bild 18). Da die Mönche nach Mittag nichts mehr Essen dürfen schlagen sie morgens ordentlich zu, dass sieht man auch besonders an Ihren Schüsseln (Bild 19). Dann fiel mir noch auf, dass buddhistischer Kloster wesentlich moderner sind als man das so aus Deutschland kennt; besonders gut wird das von Bild 20 dokumentiert. Abends besuchten wir noch einen weiteren Tempel und waren lecker Essen, all you can eat-Buffet für 2 EUR, da kann man nix sagen. Tags darauf machten Elli und ich uns auf den Doi Suthep zu erklimmen, der Hausberg von Chiangmai, vergleichbar mit dem Schauinsland und Freiburg. Faul wie wir sind ließen wir uns mit dem Bus nach oben karren um dort einen weiteren Tempel anzugucken. Dort konnte man mal wieder die interessante Einstellung Thailands gegenüber Ausländern sehen (Bild 21). Oben angekommen gabs einen schönen Smaragdbuddha zu sehen und ein Stilleben, dass ich “Glocken unter Glocken” taufen möchte
(Bild 22+23) und zuletzt noch Bild 24 für diejenigen, die ihre Mutter schon immer für einen Drachen gehalten haben…
Wieder im Tal angekommen entschlossen wir uns den Zoo zu besuchen. Dort gabs natürlich Unmengen beeindruckender Tiere zu betrachten, dazwischen mussten aber immer wieder erhebliche Fußmärsche in der Gluthitze zurückgelegt werden (Bild 25-29). Besonders lustig fand ich dabei die freche Giraffe auf Bild 30.
Am nächsten Tag nahmen wir an einem organisierten Ausflug zum höchsten Berg Thailands, dem Doi Inthanon, teil. Der Weg dorthin führte uns unter anderem an einem beeindruckenden Wasserfall vorbei (Bild 31). Das nächste Ziel war ein Dorf der Karen, ein Stamm der sehr naturbezogen lebt und in Thailand mit über 200.000 Menschen den größten darstellt (Bild 32) Danach begann es leider wie aus Kübeln zu regnen. Nach einem kleinen Zwischenstopp an einem Tempel kamen wir dann schließlich am Gipfel an (Bild 33). Angenehm war, abgesehen vom Regen, die Temperatur: Es herrschten wohlige 16 °C. Lange durften wir uns daran aber leider nicht erfreuen… Wieder in Chiangmai angekommen schlenderten wir noch etwas durch die Stadt und ich fand endlich einen Stand, der eine lokale Spezialität namens Kaow Soi anbot. Das ist eine sehr würzige Suppe (Curry) mit fritierten Nudeln, sehr lecker! Danach brachte uns Chairats Familie zum Flughafen von wo aus wir dann komfortabel in etwas über einer Stunde nach Bangkok gesegelt sind.
Das wars dann vorerst mal wieder, die weiteren Erlebnisse gibts im nächsten Blogeintrag! Bis demnächst, liebe Grüße, Euer
Tobias
Bald gibts was neues…
Liebe Leserin, lieber Leser (noch schmalziger gings grad nicht mehr…),
tut mir leid, dass sich die letzte Zeit so wenig oder vielmehr gar nichts hier im Blog getan hatte. Ich hatte einfach furchtbar viel um die Ohren. War ja mit Elli noch in Chiangmai und dann hat sichs einfach auch nicht mehr ergeben. Elli is heute mittag nach Hause gefahren und ich bin fuer vier Tage in Singapur. Da ergibt sich ziemlich sicher mal die Gelegenheit ausfuehrlich ueber die letzte Zeit zu berichten.
Bis bald, liebe Gruesse, Euer
Tobias
Schon wieder Tauchen oder muahahahaha!
Da sind wir wieder! Nach knapp acht Tagen Urlaub gibts also wieder ein Lebenszeichen aus Bangkok, wo wir Freitag Mittag wohlbehalten angekommen sind - aber erstmal der Reihe nach: Am Donnerstag letzte Woche gings abends zum Flughafen Don Mueang in Bangkok (vielmehr Krung Thep, wie Ihr mittlerweile wissen solltet) und von dort aus in 1:10 h nach Krabi. Vom Flughafen dort fuhren wir dann noch ca. 35 min mit dem Taxi nach Ao Nang, wo sich das Tauchcenter Kontiki befindet. Dort angekommen haben wir dann nach längerer Suche einen Bungalow gefunden. Zu dieser Uhrzeit — es war schon kurz vor neun — war das gar nicht so einfach. Der uns zugeteilte sah dann auf den ersten Blick ganz gut aus, allerdings war er schon bewohnt und zwar von hunderten von Ameisen. Der einzige Schrank war dem Geruch nach zu urteilen im früheren Leben ein Sarg
Naja, zum Schlafen hats genügt; am nächsten morgen sind wir aber in die altbewährte Bungalowsiedlung von meinem letzten Besuch in Ao Nang umgesiedelt. Danach sind wir ins Tauchcenter und haben den nötigen Papierkram erledigt um uns für die Tauchkurse anzumelden. Nachmittags haben wir dann noch eine Kanutour durch die örtlichen Mangrovenwälder gebucht. Nach einer einstündigen Autofahrt über Straßen, die bei uns nicht mal als Feldweg durchgehen würden (Bild 1), kamen wir schließlich am Ausgangspunkt der Paddeltour an. Die Tour selbst hat sehr viel Spaß gemacht, beeindruckende Landschaft und Vegetation (Bild 2 & 3). Bei einem kurzen Zwischenstopp in einer Lagune, wo wir von unseren Führern mit frischer Ananas versorgt wurden, gesellte sich ein Affe zu uns, der es auch auf die leckere Frucht abgesehen hatte (Bild 4 & 5). Nachdem wir uns in einem nahegelegenen Restaurant mit dem treffenden Namen After Tsunami für sündhaft teure 12 EUR (!) mit edelsten Meeresfrüchten versorgt hatten, ließen wir den Abend dann noch mit einer einstündigen Thaimassage für weitere 4 EUR ausklingen ![]()
Am darauffolgenden Tag begann dann Ellis Tauchkurs zunächst mit dem theoretischen Teil und dann der praktischen Einführung im Pool. Ich war währenddessen zum ersten Mal als Open Water Diver tauchen, mein Kurs begann erst am nächsten Tag. Abends konnten wir in einer Strandbar einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen (Bild 6).
Am nächsten Tag war dann Elli auch schon mit auf dem Boot dabei und wir waren zum ersten Mal gemeinsam unter Wasser. Die Bedingungen waren für die Jahreszeit extrem gut — so gut wie noch nie laut den Experten (Bild 7 & 8). Natürlich hatte Elli das unverschämtes Glück schon bei ihren ersten beiden Tauchgängen ‘nen Hai und viele Kalmare zu sehen — wohlgemerkt: ich hatte bis dahin noch keines der beiden gesehen *grml*. Die von unseren Tauchlehrern gestellten Aufgaben konnten wir natürlich auch problemlos erledigen, nur beim Kopf-nach-unten-im-Wasser-schweben hatte ich so etwas meine Schwierigkeiten ![]()
Der letzte Tag unserer beiden Kurse brachte uns dann zu den sagenumwobenen Phi-Phi-Inseln. Und wie’s so läuft hat Elli dort zu allem Übel auch noch Schildkröten gesehen — ja richtig, Plural, nicht nur eine… Ich brauche nicht zu sagen, dass ich dieses Vergnügen bis heute nicht hatte. Aber wenigstens hatte ich an diesem Tag auch mehr Glück und konnte endlich meine ersten Haie beobachten und zwar sechs Schwarzspitzenriffhaie. Zusätzlich hatte ich noch das Glück drei Sepias Sepien zu sehen, sehr faszinierend. Achja, wir hatten auch noch das seltene Glück eine Gruppe Delfine zu sehen, allerdings nur vom Boot aus, aber immerhin… (Bild 9) Auf der Rückfahrt erledigten wir dann beide noch unsere Klausuren und Elli und ich dürfen uns damit jetzt mit Fug und Recht Open Water Diver (OWD) bzw. Advanced Open Water und Enriched Air Diver nennen. Elli darf damit in Tauchläden Ausrüstung ausleihen und zusammen mit einem anderen OWD bis auf 18m tauchen gehen. Für mich gilt das gleiche aber bis auf 30m. Achja und mit dem Enriched Air Diver darf ich auch noch andere Luftgemische mit bis zu 40% Sauerstoff verwenden, damit kann man länger unter Wasser bleiben. Bei ‘nem kleinen Strandspaziergang gelang mir dann noch ein netter Schnappschuss von den Ergebnissen des Wohnungsbaus eines Strandbewohners (Bild 10) — ich glaube es handelt sich um kleine Krabben. Diese Krabben bevölkern den Strand bei Ebbe zu Abermillionen (Bild 11 & 12). Bei Gefahr verbuddeln sie sich in Windeseile im feuchten Sand, sehr lustig wenn man durch die Massen durchmarschiert
Nachdem wir nun mit unseren Tauchkursen fertig waren wollten wir den nächsten Tag etwas lockerer angehen. Haben erstmal ausgeschlafen und uns dann auf Empfehlung einiger Anwohner mit dem Motorroller auf den Weg zum Tiger Cave Temple gemacht. Unterwegs konnten wir sehen, dass die Thais von den Fehlern beim letzten Tsunami gelernt haben (Bild 13). Mittlerweile komme ich mit dem Linksverkehr und dem Verkehr in Thailand ganz gut zurecht, nur die Beschilderung ist teils etwas gewöhnungsbedürftig. Nach einigen Umwegen kamen wir aber letztendlich an unserem Ziel an, allerdings hatte ich mir während der Fahrt ‘nen üblen Sonnenbrand auf den Armen zugezogen. Das besondere am Tiger Cave Temple ist, dass er sich auf dem Gipfel eines “kleinen” Hügels befindet. Bis nach oben muss man 600 Höhenmeter mittels 1237 Stufen zurücklegen (Bild 14). Nicht nur die Stufenanzahl ist gigantisch, nein, die Stufenhöhe variiert auch von 10 cm bis 50 cm, das Freiburger Münster ist nichts dagegen. Unterwegs trafen wir auf eine Horde Affen, darunter ein Ehepaar, das gerade das altbekannte Problem “Wer macht den Abwasch?” diskutierte (Bild 15). Elli erklärte sich bereit und wurde sofort in die Gruppe integriert (Bild 16)
Nach über 45 min und einigem guten Zureden kamen wir beide dann endlich auf dem Gipfel an (Bild 17) und konnten einen fantastischen Ausblick über die Gegend genießen. Der Abstieg war dann weniger prickelnd, sogar die Affen hatten sich schon verzogen. Da es auch schon später Nachmittag war stand die Sonne auch schon tiefer und meine Arme wurden bei der Heimfahrt glücklicherweise nicht noch weiter durchgegart. Das letzte Stück der Strecke hat Elli sich dann auch mal ans Steuer unseres Rollers getraut und uns sicher nach Hause gebracht.
Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes in Ao Nang sind wir dann endlich noch zusammen Tauchen gegangen und durften insgesamt drei Tauchgänge à 60 Minuten genießen, ohne ständig irgendwelche lästigen Übungen durchführen zu müssen. Der erste Tauchgang war grauenhaft, die Sichtweite betrug 2-4 m. Die beiden folgenden Tauchorte waren wesentlich besser; obwohl nur unwesentlich von der ersten entfernt betrug die Sichtweite hier 10-12 m. Dank des Hervorragenden Spürsinns unseres Tauchführers Andy konnten wir an diesem Tag einen in einer Höhle versteckten Bamboo Shark (Katzenhai oder so) und etwas später drei Banded Boxer Shrimps sehen. Insgesamt ein weiteres traumhaftes Taucherlebnis in der Adamanischen See (Bild 19).
Nachdem wir nun schon insgesamt fünf Tage mit Tauchen verbracht hatten hing es uns etwas zum Hals raus — wie dekadent
Stimmt natürlich nicht, wir wollten die Gegend nur einfach noch von einer anderen Seite kennenlernen. Daher buchten wir einen halben Tag Klettern auf der nahegelegenen Insel Railay. Um neun Uhr gings mit dem Langboot hinüber auf die Insel und nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung durch unsere einheimischen Begleiter gings auch schon los. Die erste Route war noch ziemlich einfach, bei der zweiten wars schon etwas stressiger, die dritte konnte ich mit letzter Kraft noch bestehen (immerhin insgesamt 30 hm zu überwinden) und bei der vierten war Sense, die hat nur Adam (der Größte aufm Gruppenfoto) geschafft (Bild 19-22). Bei unserer Ankunft zurück in Ao Nang hab ich wohl in geistiger Umnachtung das Auspuffrohr des Schiffsmotors mit einem Geländer verwechselt und mich beim Aussteigen schön lange daran festgehalten. Den restlichen Tag verbrachte ich dann damit aus verschiedenen Supermärkten immer wieder Eis zu besorgen und meine Hand zu kühlen. Ohne Kühlung waren die Schmerzen annähernd unerträglich… Nach qualvollen vier Stunden öffnete dann endlich auch die einzige Arztpraxis in Ao Nang, wo mir mit Salbe und einem Verband weitergeholfen wurde. Die intensive Kühlung hat sich aber wohl ausgezahlt, meine Hand regeniert sich sehr gut (Bild 23). Abends waren wir dann zum Abschluss nochmal im leckeren Restaurant von oben. Diesmal gabs einen Muschelteller und gebratenen Zackenbarsch, sehr lecker (Bild 24 & 25). Danach sind wir nochmal kurz im Tauchcenter vorbei und haben mit einigen Jungs von dort noch ein Bier getrunken. Der Runninggag dort schlechthin ist die Anspielung auf die Ähnlichkeit von Geoff (Mitte) mit Minime aus Austin Powers, das ist auch der tiefere Sinn hinter Bild (Bild 26) — und solchen Kerlen vertraut man sein Leben an… Nein im Ernst, wenn’s ums Tauchen und um Sicherheit geht kennen diese Herren kein Pardon. Elli und ich fühlten sich während all unserer Taucherfahrungen bestens unterstützt/begleitet. Ich kann das Kontiki in Ao Nang daher nur jedem wärmstens empfehlen, der mal in dieser Ecke der Welt tauchen gehen/lernen möchte.
Am Freitag morgen machten wir uns nach einem leckeren Frühstück auf zum Flughafen in Krabi und kamen gegen 12:00 Uhr wohlbehalten in Bangkok an. Nach einer kurzen Taxifahrt kamen wir dann auch zu Hause in meinem Apartment an und mussten uns erstmal von dem ganzen Urlaubsstress erholen
Seitdem ist auch schon wieder einiges passiert, aber das gibts dann einfach im nächsten Eintrag. Bis bald, liebe Grüße,
Euer Tobias
P.S.: Die Bilder sind diesesmal etwas ungewöhnlich verlinkt. Das liegt daran, dass mein Speicherplatz im Blog erschöpft ist. Ich werd das morgen korrigieren, dann sollte alles wieder beim alten sein. Bis dahin gibts halt diese Übergangsform.
Ellis Ankunft oder die kaputte Nase
Guten Abend allerseits!
Musste eben mit Erschrecken feststellen, dass seit meinem letzten Eintrag schon wieder eine Woche vorbeigegangen ist. Sowas aber auch… Daher hier nun der Bericht über die vergangenen Tage. Die letzte Woche war relativ unspektakulär, haben noch ordentlich rangeklotzt um JFire voran zu bringen. Freitag abend hat mich Hut dann überredet, mit ihm in die Stadt in einen Pub zu gehen, weil dort ein Kumpel von ihm noch ne Flasche Whiskey “stehen” hat. Hier kauft man immer ganze Flaschen und kann die dann dort bunkern. Naja wir sind dann da hingefahren; hat über anderthalb Stunden gedauert. Grund dafür war einerseits der prächtige Verkehr und anderseits der Taxifahrer, der erstmal 25 min in die falsche Richtung fuhr… Schließlich dort angekommen haben wir bis um zwei gefeiert, dann schloss der Pub. Hut kannte aber noch nen anderen, in dem wohl bis um vier Uhr die Post abging. Also nix wie los! Dort haben wir dann ne Gruppe Mädels kennengelernt, von denen eine an diesem Tag Geburtstag hatte. Die haben uns dann auch gleich eingeladen, auf ihre Fete mitzukommen. Davor mussten wir natürlich noch dem “Geburtstagskind” gratulieren, welches ca. 1,60 m groß und an die 100 kg schwer war und uns dankenswerterweise beim Gratulieren um den Hals fiel *argh*. Die anschließende Party war dann aber recht nett. Saßen im Zimmer auf dem Boden, haben viel gelacht und ich hab noch einige neue thailändische Wörter wie z.B. mao = besoffen und uak = kotzen (wie naheliegend :P) gelernt. Gegen 6 Uhr morgens machten wir uns dann auf den Heimweg und um kurz nach 7 war ich dann endlich in meinem Bett. Lange konnte ich dort allerdings nicht bleiben, weil wir um 11 schon wieder losmussten, um Elli vom Flughafen abzuholen. Hab mich halt so rausgequält und dann im Auto noch vor mich hingedöst. Als ich Elli dann endlich gesehen hab war ich dann aber schlagartig wach
Ihr erster Kommentar, als wir den Flughafen verließen war: “Uäh is das heiß hier”. Dazu muss man sagen, dass das einer der kühlsten Tage war seit ich in Bangkok bin; es war bewölkt und hatte so an die 27°C. Die wird sich schon dran gewöhnen (müssen).
Abends waren wir dann bei Chuchart und Malee zum Essen eingeladen. Elli hats ganz gut geschmeckt, ich hab auch extra drum gebeten, mit Chili etwas sparsamer umzugehen, um sie nicht gleich zu vergraulen.
Danach sind wir dann totmüde ins Bett gefallen, Elli wegerm Jetlag und ich wegen Schlafmangel vom vorherigen Tag. Am nächsten Tag war sie dann dafür schon um halb sieben wach. Um neun haben wir uns dann zusammen mit Hut aufgemacht, einen Vergnügungspark mit Erlebnisbad zu besuchen. Haben uns dann gleichmal auf ne harmlos anmutende Rutsche gewagt: nur grade aus mit zwei kleinen Schwellen drin. Ich natürlich in Kamikazemanier auf dem Rücken runter - bei der zweiten Schwelle flog ich bestimmt 3m weit, kam aber zum Glück wieder in die richtige Spur :> Sonst wars auch noch ganz nett, aber wenig erwähnenswertes. Außer vielleicht die Kleidung der weiblichen Besucher: Badeanzüge mit Rock oder Bein. Da fiel Elli mit ihrem Bikini natürlich ordentlich auf. Der Vergnügungspark war weniger aufregend, Elli und ich sind mit so nem Einbaum wie im Europapark ne Runde gefahren und hatten aufgrund des maroden Zustands der gesamten Anlage doch ordentlichen Nervenkitzel
Bei der Sturzfahrt ins Wasser schwappten dann die 50l Wasser im Einbaum nach vorn (wo ich saß) und beim Eintauchen ins Wasser donnerte mir Ellis Zinken ins Kreuz (O-Ton: “Weil ich abgerutscht bin wegen dem Wasser, weil es wieder nach hinten kam”). Ein bisschen blau ist ihre Nase immer noch
Auf dem Weg zur nächsten Station trafen wir auf einen sehr interessanten Marktstand, aber urteilt selbst (Bild 1+2). Abends rutschten wir noch irgendwie in einen katholischen Gottesdienst mit hinein, an welchem Huts Freunde teilnahmen. Sehr interessante Erfahrung, wenns in Deutschland sowas gäbe bräuchte sich die Kirche keine Sorgen um den Nachwuchs zu machen. Dort gabs nämlich ne Liveband, die ziemlich rockige Lieder mit religiösen Texten zum Besten gab. Und im “Publikum” war von 0-70 Jahren alles vertreten und am Mitsingen/Klatschen/Tanzen. Als wir dann zurück in Laksi waren (dort ist mein Apartment), deckten wir uns noch schnell im Supermarkt BigC mit Spezialitäten ein (Bild 3). Insgesamt kostet das Mal auf dem Foto 2,50 EUR - und wir waren wirklich pappsatt!
Montag und Dienstag stand dann wieder ganz normale Arbeitstage auf dem Programm. Elli verbrachte die Zeit mit dem Studium des Begleitmaterials zu ihrem Tauchkurs. Das Essen hat ihr in den Straßenrestaurants hat ihr generell recht gut geschmeckt, aber die explizit als “nicht scharf” bestellten Speisen waren ihr doch etwas zu würzig. Naja wie gesagt, da muss sie sich wohl dran gewöhnen
Morgen Abend gehen wir dann noch ins Kino und zwar in Fluch der Karibik 3 - auf Englisch mit thailändischen Untertiteln, versteht sich. Am Donnerstag um 18:00 Uhr fliegen wir dann nach Krabi, wo Elli den Open Water Diver-Tauchkurs und ich den Advanced Open Water Diver-Kurs machen werden und sicher noch viele viele andere schöne Dinge erleben werden. Zurück kommen wir wieder am 15. Juni, bis dahin wirds also hier im Blog ziemlich still werden. Gerne dürft Ihr aber die Zeit natürlich dazu nutzen, uns kreative, ausgefallene, lustige, tiefgründige, schwachsinnige oder auch einfach nette Kommentare zu hinterlassen
Und bevor ich mich hier noch mehr aufregen muss, weil mein scheiß Laptop ständig die Tastatur deaktiviert, hör ich jetzt auf
Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße,
Tobi & Elli
Die Wahrheit über Bangkok und mein Ausflug nach Pattaya
Hallo Deutschland!
Ich schreibe Euch grade aus dem AIT, dem Asian Institute of Technology, wo wir soeben unseren Vortrag gehalten haben. Hat gut geklappt, haben einige positive Resonanz gehabt und konnten auch einige Kontakte knüpfen. Dank WLAN hier nun mein Bericht der letzten Tage aus dem Herzen Thailands, aus Bangkok. Apropos, Bangkok heißt die Stadt übrigens nur bei Ausländern, Thais nennen sie Krung Thep Mahanakhon was soviel wie Stadt der Engel heißt. Das ist aber auch nur die Kurzform, der komplette Name lautet kurz und knapp: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit was übersetzt laut Wikipedia für
“Stadt der Engel, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [Smaragd-Buddha], uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde.”
steht.
Aber das nur am Rande, ich wollte ja vom Wochenende erzählen.
Chairat hat vorgeschlagen, dass wir uns am Samstag Pattaya ansehen, eine Stadt im Osten Thailands direkt am Meer. Gesagt, getan. Wir trafen uns also samstags um 6:30 und fuhren per Kleinbus zum Busbahnhof. Um kurz nach 8 Uhr gings von dort aus dann in nem klimatisierten Reisebus los in Richtung Pattaya. Hatte mir vorgenommen während der Fahrt etwas zu lesen, aber dank der Schlaglöcher auf der Straße war das nur eingeschränkt möglich. Manchmal hebt es einen wirklich 20 cm vom Sitz hoch, so gehts da zu
Abgesehen davon war die Fahrt aber recht langweilig. Um 11 Uhr sind wir dann in Pattaya angekommen, wo es tollerweise noch wärmer als in Bangkok war… Am Strand angekommen (Bild 1) fiel mir gleich der extrem hohe Anteil an extrem aufgebrezelten Damen auf. Die beiden Thais klärten mich dann auf, das Pattaya eine der Hochburgen des horizontalen Gewerbes sind, sehr viele Ausländer kommen hierher um sich zu vergnügen… Ein Beweisfoto ist mir dann auch noch geglückt (Bild 2)
Naja allgemein eher abstoßend, wenn man die ganzen fetten alten Touris da mit 20-jährigen Thailänderinnen rumlaufen sieht, aber naja…
Nachmittags sind wir dann mit dem Schiff auf die Insel Goh Larn gefahren (Bild 3). Dort angekommen besichtigten wir ein buddhistisches Heiligtum, wozu aber zunächst mal über 200 Stufen erklommen werden mussten - bei über 35° C kein Zuckerschlecken (Bild 4). Dafür wurde man oben mit einem wunderschönen Blick über die Insel entschädigt (Bild 5) und nen Bild von der Buddhafigur hab ich auch noch gemacht (Bild 6). Bei der Abreise von Goh Larn war ich am Dock wieder einmal fasziniert vom thailändischen “Hochbau” (Bild 7) ![]()
Eigentlich wollten wir ja abends wieder heimfahren, aber das hätte sich nicht wirklich gelohnt, also haben wir uns ein günstiges Hotelzimmer gesucht. Schließlich bezogen wir zu dritt ein Doppelzimmer für 350 Baht = 7 EUR pro Nacht.
Abends waren wir dann etwas in der Stadt unterwegs (Bild
wo es ziemlich interessante Sachen zu kaufen gibt wie z.B. auf Bild 9 ersichtlich. Gegen Mitternacht warn wir noch in ner Tanzbar, richtig prickelnd wars dort aber nicht. Dafür ist mir aber noch ein schöner Schnappschuss von Pattayas Wahrzeichen gelungen (Bild 10). Beim Rückweg vom Dock, von wo aus ich dieses Bild gemacht hab, wurden wir mal wieder vom Regen überrascht, aber nicht nur wir. Zuerst fing es an zu tröpfeln und alle Menschen bewegten sich langsam in Richtung Festland. Innerhalb von Sekunden gings dann aber plötzlich los und die ganze Meute (weit über 200 Menschen) rannten in der Kolonne die Mole entlang unter das Dach eines dortigen Gebäudes, sehr amüsant ![]()
Am nächsten Morgen haben wir erstmal etwas ausgeschlafen und sind dann noch etwas durch die Stadt getingelt, unter anderem mit dem traditionellen Verkehrsmittel in Pattaya: dem Personenlaster (Bild 11). Am Strand konnten wir noch ein Exemplar der seltenen Spezies der Hundschweine fotografieren. Ich hab mal meinen Fuß daneben gestellt, um die enormen Ausmaße des Tieres zu verdeutlichen (Bild 12).
Bei der Fahrt zurück zum Busbahnhof konnte ich dann nochmal eindrucksvoll die Ausrichtung der Geschäfte in Pattaya auf ein gewisses Klientel dokumentieren (Bild 13+14). Die Fahrt nach Hause gestaltete sich wieder weniger spannend, nur der Bus war wohl schon etwas älter. Zuerst mussten zwei Reifen gewechselt werden und dann ging in der hintersten Sitzbank eine Klappe auf durch die Abgase ins Businnere gelangten. Die Lüftung tat auch nicht so richtig, überlebt haben wir aber alle
Bemerkenswert war dann noch die Fahrweise des Busfahrers in Bangkok. Er quetschte sich mit seinem normalen Linienbus durch den stockenden Verkehr. Abenteuerlichste Spurwechsel wurden mit sekundenlangem Hupen eingeleitet und begleitet. Hab leider meine Kamera zu spät eingeschaltet, daher gibts nur ein sehr kurzes Video davon, aber immerhin mit einem dieser Spurwechsel ![]()
Diese Woche gibts dann erstmal beruflich noch einiges zu tun. Am Samstag Mittag um 12:55 landet dann endlich mein Schatz Elli in Bangkok und wird mich/uns nen Monat lang mit ihrer Anwesenheit beglücken. Hoffen wir, dass es ihr hier genau so gut gefällt wie mir und wir ein paar wunderschöne Wochen erleben werden.
Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße, Euer
Tobias
P.S.: In den letzten Kommentaren wurde ja mal nach meinem genauen Aufenthaltsort gefragt. Habs mal bei Google-Maps rausgesucht. Das Haus mit dem braunen Dach, dass umgeben von “Urwald” ist, dort ist unser Büro.
Fiese Fremdsprachen und “Ist das echtes Gold?”
Alluhn sawad khrab! (=Guten Morgen)
Nachdems in letzer Zeit etwas still um meinen Blog geworden ist, will ich nun mal wieder ein paar Worte zu Byte bringen. Hatte ziemlich viel zu tun diese Woche, daher musstet Ihr etwas kürzer treten. Nunja, was ist denn so alles passiert seit dem letzten Eintrag…
Die letzte Arbeitswoche ging bis eigentlich relativ unspektakulär über die Bühne. Haben halt jeden Tag gearbeitet, was auch sonst
Ach ja, ich hab angefangen das thailändische Alphabet zu lernen. Sind ja nur lächerliche 76 Buchstaben… Leider musste ich feststellen, dass beim “Design” dieses Alphabetes nicht sehr viel wert darauf gelegt wurde, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und die Verwechselungsgefahr der Buchstaben zu minimieren - nein weit gefehlt. Jeder Buchstabe hat unzählige teils überflüssige, teils relevante Schnörkel, bei manchen Buchstaben macht ein kleiner Kringel hier oder ein etwas längerer Strich dort einen gravierenden Unterschied. Dementsprechend fühlt man sich dann auch wieder wie ein Erstklässer beim Lernen unseres Alphabetes
(Bild 1). Parallel dazu versuche ich mich natürlich auch daran, die Sprache selbst zu lernen. Das läuft eigentlich schon gar nicht schlecht, grundlegende Dinge wie “Die Rechnung bitte”, “Wie komm ich zum Tempel?” und natürlich “Bitte nur etwas scharf” kann ich schon sagen. Als Unwissender ist man sicher geneigt zu sagen, dass da doch mehr drin sein sollte. Dem kann ich nur entgegnen, dass Thai meines Eindrucks gerade so entworfen wurde, dass wir Europäer maximale Probleme beim Erlernen haben
Das fängt wie oben beschrieben bei der Schrift an und endet darin, dass die meisten Vokale hier über bis zu fünf verschiedene Tonhöhen verfügen. Das Wort “mah” gibt es z.B. in drei verschieden Tonhöhen und damit den Bedeutungen “Hund”, “Pferd”, “kommen”. Vertut man sich da mit der Betonung, dann fällt das den Thais leider nicht immer auf, weil das für sie total unterschiedliche Wörter sind. Das führt manchmal zu ulkigen Missverständnissen. Naja immerhin hab ichs schon mehrfach geschafft, die fünf verschiedenen Betonungen runterzubeten, bin also auf nem guten Weg. Sonst wollte der Benni ja mal noch ne Kostprobe vom tropischen Regen haben (Bild 2); da hats grade vllt. 20 min geregnet…
Am Samstag wollten wir uns eigentlich Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragd-Buddha) ansehen, aber aufgrund des “hohen Verkehrsaufkommens” und der dadurch enstandenen Zeitnot haben wir das dann auf Sonntag verschoben und sind stattdessen in die Stadt um dort etwas einzukaufen. Dort sind wir dann durch ein Marktviertel gelaufen, indem man wirklich alles kaufen konnte. Wer schonmal auf einem nordafrikanischen Sukh war, kann sich so in etwa vorstellen, wies da zu geht. Besonders interessant ist natürlich die ganze “Markenware” wie z.B. abibas (nein kein Schreibfehler) mit vier Streifen zu Schleuderpreisen
Hab mich dann für insgesamt 10 EUR ordentlich mit neuen Kleidern eingedeckt, sehr angenehm… Sehr interessant fand ich auch noch einen Buchladen (Bild 3) - nix da mit “Entschuldigen Sie, wo finde ich denn ‘Die Glocke’ von Schiller?”. Selber suchen heißt die Devise
Danach haben wir noch den Lumphinipark angeguckt, eine sehr schöne Grünanlage mitten in Bangkok. Besonders beliebt bei Schildkröten (Bild 4) und fitnessverliebten Thailändern (Bild 5+6). Abends waren wir dann noch auf ner Orchideenausstellung (gigantisch) und im Kino im Film “28 Weeks Later”. Ich fand den Film furchtbar, Schema “Film an, Hirn aus”, naja… Danach waren wir noch zusammen ne Runde Snooker spielen und mussten dabei leider feststellen, dass der Tisch wirklich extrem groß und die Taschen extrem klein und fies sind. Da dauert ein Spiel dann wirklich ewig, aber bei 2 EUR/h stört das nicht so richtig
(Bild 7+8)
Am Sonntag gings dann wirklich zum Tempel. Auf dem Weg dorthin konnte ich endlich die berüchtigten öffentlichen Verkehrsmittel in Thailand austesten; wir fuhren mit Bus und Schiff (Bild 9-11). Am Tempel angekommen muss man allerdings lange Hosen tragen, zum Glück werden die dort aber kostenlos verliehen. (Bild 12) Da dort normalerweise der König betet sieht natürlich alles sehr pompös aus (Bild 13-19). Auf Bild 16 sieht man das Heiligtum des Tempels, die Buddha-Figur, die übrigens je nach Jahreszeit (Regenzeit, warme Zeit, “kalte” Zeit) unterschiedliche Gewänder trägt. Achja, der goldene Überzug vieler Gegenstände ist übrigens echtes Blattgold…
Das wars dann auch schon wieder mit dem Wochenende. Diese Woche muss ich ordentlich ranklotzen, weil wir Mitte nächster Woche unser Warenwirtschaftssystem auf einer Messe präsentieren müssen - da gibts noch einiges zu tun. Deswegen mach ich jetzt auch Schluss!
Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße, Euer
Tobias
BKK Nightlife und Sport in den Tropen
Sawaatdee ndonjen khab (= Guten Abend) nach Deutschland,
lieg mal wieder faul im Bett rum und nutze die Zeit, um Euch nen kleinen Eintrag zu schreiben. Heute war mein bisher härtester Tag, mehr dazu aber weiter unten ![]()
Letzten Samstag waren Marco und ich mit Chairat und Hut (die thailändischen Kollegen) in Bangkok im Kino und zwar im Film “Next”. Davor haben wir noch vor dem Kino ne Kleinigkeit gegessen. Chairat empfahl mir eine Speise, die entfernt an eine Perlenkette mit sehr großen Perlen erinnerte und murmelte irgendetwas von “is from porc body inside”. Naja, mich schreckt ja nix so schnell ab, also hab ichs mal probiert. Definieren konnte ichs nich genau, aber schlecht geschmeckt hats nicht. Danach sind wir dann ins Kino rein und haben uns Popcorn geholt, natürlich mit Chili und anderen Gewürzen verfeinert ;-). Ab in den Kinosaal und da gabs auch gleich die nächste Überraschung. Zunächst einmal der “interessante” Stil der thailändischen Werbung, total durchgedreht, wie mans sonst eigentlich aus Japan kennt. Aber dann - plötzlich stehen alle im Kino auf und es ertönt theatralische Musik. Zusätzlich läuft ein kleiner Spot mit der Aufforderung: “Pay respect to the king”. Etwas kitschig, aber na gut, der König ist den Thais wohl sehr wichtig. Marco meinte, er hätte keinerlei politische Macht (so wie die Queen), aber sein Wort hat dennoch sehr viel Gewicht (anders als die Queen :-))… Der Film war dann auch ganz nett. Geht um nen Kerl der zwei Minuten in die Zukunft sehen kann und der mal wieder die Welt retten muss. Interessanter Schnitt und lustige Situationskomik, kann man sich gut mal angucken. Danach sind wir dann weiter ins Vergnügungsviertel und haben dort erstmal in nem Irish Pub ein Bierchen gezischt (Bild 1+2). Dann wollten wir weiter in so ne Schickimicki-Bar, wo wir aber aufgrund unserer Flipflops leider nicht reingelassen wurden. Dann sind wir nochmal 20 km weitergefahren ins nächste Viertel und sind dort in ne Disko gegangen, davor lagen dann schon die ersten total fertigen Kollegen
(Bild 3) Innendrin siehts dann eigentlich genau so aus wie bei uns (Bild 4-7) - nur halt Thais statt Deutschen, versteht sich. Bemerkenswert ist noch die Matte des Kerlen auf Bild 4 am linken Bildrand ;). Auf Bild 7 sieht man mal alle auf einmal (l. n. r.: ich, Marco, Chairat, Hut). Selbst die Preise sind eigentlich wie bei uns, ein Bier kostet 120 Bath was so in etwa 2,50 EUR entspricht. Eine Besonderheit gibts aber hier noch, die ich euch nicht vorenthalten will: Ladyboys (oder Katoey). “Was ist das?” wird sich der eine oder andere Fragen. Das sind Jungs oder Mädels, die sich aus verschiedensten Gründen dazu entschieden haben, ans andere Ufer zu wechseln, falls ihr versteht was ich meine. Hier in Thailand werden diese Menschen mit viel mehr Respekt behandelt als in Deutschland. Die “Dame” auf Bild 8 wurde von den beiden Thais sofort als Ladyboy identifiziert, Marco und ich habens natürlich nicht gemerkt
Um zwei Uhr machen die Läden hier leider dicht, da sind wir dann mit dem Taxi für 4 EUR wieder heimgegurkt und müde ins Bett gefallen.
Der Sonntag war ein recht träger Tag, nur der Beginn war interessant. Bin morgens gegen 11 Uhr aufgestanden hab gefrühstückt und wollte dann ins Büro. Draußen ging aber wieder die Welt unter, es hat geregnet wie aus Kübeln. Um 13 Uhr hats dann so halbwegs aufgehört und ich hab mich auf den Weg gemacht. Im Erdgeschoss angekommen wars das aber auch schon wieder. Vorm Gehsteig stand ungefähr 20 cm hoch das Wasser auf der Straße, ich konnte gar nicht weg. (Leider kein Foto, mein Akku war leer) Naja nach 5 min hat sich dann ein Motorradtaxi meiner erbarmt und mich direkt am Gehsteig abgeholt und ins Büro gefahren - für 20 Cent ;). Sonst hat Marco noch seinen Krempel zusammengepackt, weil er in der Nacht auf Montag wieder zurückfliegen musste.
Auch der Montag war recht öde, wir haben hauptsächlich gearbeitet, wie das halt so ist.
Heute haben wir (Chairat, Hut und ich) dann alle etwas früher zu arbeiten begonnen, weil wir abends zusammen ne Runde Basketball spielen wollten. Um fünf haben wir dann das Büro verlassen und sind auf den Platz gegangen. Dort waren noch drei Jungs, gegen die wir dann ein kleines Match gespielt haben. Eigentlich hats ganz gut geklappt, aber nach ner knappen Stunde war ich total im Eimer. Man glaubt kaum, was 34° und 100% Luftfeuchte ausmachen, wenn man sich ein bissel bewegt… Hab mich dann nach Hause geschleppt und bin erstmal 20 min unter der kalten Dusche stehen geblieben - heftig.. Dann hab ich mir noch schnell auf der Straße auf Thai (!!) Path-Pakh (gebratenes Gemüse mit Hühnerfleisch und natürlich Reis) mit etwas Chili (dschet nit noi) bestellt. Das hab ich dann in meinem Zimmer vertilgt und dazu Rocky geguckt - Dialoge von und mit Sylvester Stallone sind einfach so herrlich dämlich ![]()
Demnächst werde ich dann pennen gehen, um mich von den Strapazen des Tages zu erholen und wieder fit in den morgigen Tag starten zu können.
Bis dahin, liebe Grüße, Euer
Tobias
Mein Stadtviertel und die Früchte Thailands
Guten Tag an Euch Europäer,
ich liege grade (Samstag, 02:00 Uhr) in meinem Bett und kann nicht so richtig einpennen. Daher dachte ich, ich schreib einfach mal wieder was über meine Erlebnisse diese Woche und andere interessante Sachen aus dem fernen Südosten. Angefangen hat die Woche ja mit den Taucherlebnissen, über die im vorherigen Eintrag ja mehr oder minder ausführlich berichtet wurde.
Ab Dienstag Mittag hat uns dann endlich der Arbeitsalltag eingeholt. Wir haben die Woche über die Infrastruktur unseres Büros in Bangkok auf Vordermann gebracht, d.h. hauptsächlich Marco eigentlich. Wir haben mehrere Rechner auf Linux umgestellt und einen Server eingerichtet, aber das interessiert vermutlich die wenigsten von Euch, daher spar’ ich mir die Details ![]()
Mittlerweile hab ich auch ein Fahrrad bekommen, mit dem ich morgens immer ins Büro radeln kann (Bild 1). Dazu muss ich eigentlich nur die große Straße (Bild 2), die direkt bei mir vorm Haus vorbeiläuft entlangfahren. Die Straße hats aber in sich. Gesäumt von Myriaden von Marktständen, die unter teils abenteuerlichen hygienischen Zuständen (natürlich nicht alle) Nahrungsmittel verkaufen, führt sie fast bis direkt vor unser Büro. Allerdings gibts auch Stände, die extrem leckere Früchte zu - für deutsche Verhältnisse - extrem liberalen Preisen verkaufen (Bild 3). Ein Kilo Mango kostet bspw. 25 Bath was ungefähr 50 Cent entspricht. Eine kleine Auswahl der Früchte Thailands gibts auf Bild 4-10. Dabei auch ein weiteres Highlight: eine Jackfruit aus dem Garten war reif, so dass wir sie schlachten konnten - schlachten ist der richtige Ausdruck, die Teile werden über 20 kg schwer… Unsere war eher kleiner, sie wog nur knapp 14 kg. Auf den Bildern seht ihr Chuchart und Malee (Marcos potentielle Schwiegereltern) beim Zerlegen des Ungetüms - schmeckt richtig lecker. Danach haben wir dann noch eine Durian gekauft, die Hut, einer unserer thailändischen Kollegen zerteilt (Bild 9). Davor wurde mir zuerst mal abgeraten, da sie aufgrund ihres Gestankes nichts für schwache europäische Gemüter sei. Naja, probieren musste ichs natürlich trotzdem: Das Ding stinkt wirklich wie ein Haufen verfaulter Ratten, man muss sich ganz schön überwinden, um reinzubeißen. Dann schmeckts eigentlich gar nicht so schlecht, aber so richtig definierbar ist es nicht. Auf einem Drittel der Zunge schmeckts nach gebratenen Bananen, aufm zweiten nach Ananas und aufm dritten leider immer noch nach verfaulten Ratte
Ich musste dieses Experiment daher nach dem ersten Stück abbrechen; da unsere Thais im Büro die Frucht aber richtig lieben, werde ich sie sicher nochmal probieren.
Ach ja, einkaufen war ich gestern noch, im Big-C, einer ortsansässigen Supermarktkette. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind, bin hilflos durch die Reihen geirrt und hab nach Zahnpasta und ähnlichen Trivialitäten gesucht aber einfach nichts gefunden. Schließlich hab ich doch noch Zahnpasta gefunden, dann aber nur im 12er-Pack: 12 Tuben Colgate für 60 Bath (= 1,20 EUR). Naja, hab halt dann nur das gekauft, was ich gefunden hab, für den Rest muss ich nochmal kommen ![]()
Nach der Arbeit warn wir heute Abend noch einen Trinken. Das ist hier alles relativ nahe beieinander, daher konnten wir zu Fuß gehen. Kaum hingesetzt fing auch plötzlich der tropische Regen an und innerhalb von 30 min ergossen sich bestimmt 10 l pro Quadratmeter - abnormal. Währenddessen textete mich ne Thailänderin zu, die - wenn ich sie richtig verstanden habe - so lange ihre Mutter nicht mehr sehen darf, bis sie einen Mann mit nach Hause bringt… Naja ich hab dann mal dankend abgelehnt
Die Dame war ohnehin auch promilletechnisch nicht mehr so ganz auf der Höhe ![]()
Morgen gehn wir dann mit unseren beiden Thai-Kollegen (evtl. Bild !!!!) ins Kino und werden uns den Film Next ansehen. Das is hier in Thailand recht problemlos, da alle ausländischen Filme im Originalton mit Untertiteln laufen. Nur die Temperatur in den Kinos soll gewöhnungsbedürftig sein, Marco meinte, die kühlen da auf unter 18° C runter… Naja dafür kostet das Kino nur 60 Bath (= 1,20 EUR), da kann man guten Gewissens ne Decke mitnehmen ![]()
Grade eben hörten wir von der Straße plötzlich laute Musik. Chuchart klärte uns auf, dass dort eine Prozession stattfindet, die einen jungen Mann ins Kloster verabschiedet. Ein tolles Ereignis, weil das Kloster früher der einzige Weg war, Bildung zu erlangen. Zusätzlich verhilft es sündigen Eltern statt in die Hölle doch in den Himmel zu kommen, sofern ihr Sohn im Kloster war. Hier ist das allerdings nix so endgültiges wie bei uns, die meisten thailändischen Männer gehen im Laufe ihres Lebens für ein paar Monate ins Kloster um dort religiöse Erleuchtung zu erlangen. Und dann habe ich heute morgen noch nen Außenposten der CIA in Bangkok entdeckt - oder es is ne Familie die sehr sehr viel Fernseh guckt
Das wars vorerst von meiner Seite mal wieder. Schreibt schön viele Kommentare!
Bis dann und Lahgoong (= Auf Wiedersehen),
Tobias
Tauchen in Krabi und Antworten auf wichtige Fragen…
สวัสดีครับ (= Sawatdee khrab = Guten Tag) an alle Daheimgebliebenen! ![]()
Zunächst einmal ‘ne dicke “Entschuldigung”, dass ihr so lange auf Neues aus Thailand warten musstet. Und das gleich nach dem ersten Eintrag in meinem Blog… Keine Angst, das wird hoffentlich nicht zu Regel.
Der Grund meiner Abwesenheit: Ich war übers (verlängerte) Wochenende nicht in Bangkok, sondern in Krabi um dort mit dem Tauchen anzufangen. Wenn man schon mal in Thailand ist, dann sollte man sich so eine Chance nicht entgehen lassen. Naja, erstmal der Reihe nach:
Freitag morgens mussten Marco und ich früh raus, weil wir erst noch durch halb Bangkok (bei 150 km Durchmesser heißt das was…) fahren mussten, um zum Flughafen zu gelangen. Von dort aus gings dann knapp anderthalb Flugstunden in den Süden nach Krabi. Vom Flughafen dort fährt man dann noch ca. eine Stunde in den Stadtteil Ao Nang, wo sich die Tauchschule unserer Wahl befand. Dort angekommen haben wir uns zuerst in der Bungalow-Siedlung Seagull Hut häuslich eingerichtet (Bild 1-3). Dann haben wir dem Tauchcenter einen ersten Besuch abgestattet und die Formalitäten geklärt, sodass ich am nächsten Tag gleich mit der Ausbildung zum “PADI Open Water Diver” beginnen konnte. Bis dahin musste ich “nur” das 270-seitige Begleitbuch lesen - der Abend war daher eher langweilig
Am nächsten Morgen gings dann auch gleich los, ich musste mir 4 Stunden lang das Begleitvideo zum Buch reinziehen, sehr spannend… Danach passierte dann etwas mehr, denn im Pool begann dann auch die praktische Ausbildung. Mein Tauchlehrer Andy (aus Newcastle, England, Bild 4) gab sich auch wirklich große Mühe! Das lief alles problemlos, so dass Marco und ich den Abend in einer Art Strandkorb-Deluxe am Strand verbringen konnten (Bild 5). Tags darauf standen dann endlich meine ersten beiden richtigen Tauchgänge im Meer an. Dabei erkundeten wir die Korallenriffe um die Inseln Koh Ha und Koh Yawasam (Bild 6+7). Dort boten sich einem unvorstellbare Anblicke - eine solche Vielfalt verschiedenster Lebewesen habe ich noch nie gesehen! Nebenher musste ich noch einige tauchtechnische Fähigkeiten erlernen, was sich aber auch recht problemlos darstellte. Am Montag, leider unserem letzten Tauchtag, gings dann schließlich in Richtung Koh Phi Phi (Bild 8), die Insel auf der der Film “The Beach” (Bild 9) gedreht wurde. Die Erlebnisse hier waren mindestens genau so beeindruckend wie am Vortrag, nur hatte ich meine Aufregung etwas besser im Begriff und konnte daher mehr genießen. Dieses Mal war auch noch ein Filmemacher dabei, das entstandene Video gibts hier [kleinere Version] (Wenn euer Videoprogramm Probleme beim Abspielen hat, dann verwendet am besten VLC). Nach insgesamt 5 Stunden Bootsfahrt hin und zurück kehrten wir schließlich gegen 18 Uhr abends wohlbehalten nach Ao Nang zurück. Nach ner kurzen Dusche statteten wir dem Tauchcenter noch einen letzten Besuch ab, wo ich dann schließlich mein Zertifikat erhielt. Nach einem extrem dekadenten Abendmahl in Form zweier Langusten und als Nachtisch gebratenen Bananen plus eine mit Kokosmilch und Bananen gefüllte Kokonuss - extrem lecker - stürzten wir uns ins Nachtleben der Stadt und stellten schnell fest, dass die Thais nicht immer so schüchtern sind, wie sie sich auf den ersten Blick geben. Am nächsten Morgen gings dann auch leider schon wieder zurück nach Bangkok - naja, in Krabi war ich sicher nicht das letzte Mal
Unterwegs konnten wir noch Antworten auf sehr interessante Fragen bekommen. Unter anderem:
- Wie gut funktioniert der thailändische TÜV? (naja…)
- Wieviel Menschen passen eigentlich auf einen Roller? (4)
- Was frühstückt man in Thailand? (Reis, was sonst)
Bis zum nächsten Mal und schreibt weiterhin so viele Kommentare!
Liebe Grüße,
Euer Tobias
Goooooood Mooooooorniiiiiiiiiiiiing Thailand!!
Nun hab ich endlich ein paar freie Minuten, um meinen ersten Eintrag in meinem Blog zu machen
Gestern abend um 18:10 Uhr (13:10 Eurer Zeit) sind wir endlich in Bangkok am Flughafen gelandet. Unser Flug ging von Frankfurt nach Dubai, wo wir 8h Aufenthalt hatten. Wir entschieden uns dagegen, die gesamte Zeit im Flughafen zu erkunden und fuhren stattdessen mit dem Bus in die Stadt um etwas vom Leben dort mitzubekommen. Glücklicherweise gerieten wir an Richard, - einen Mitarbeiter der Emirates-Fluglinie, mit der wir nach Dubai geflogen waren - der uns für die nächsten vier Stunden durch die Stadt führte.
Wieder zurück am Flughafen haben wir noch ein paar Stunden gepennt und sind dann das letzte Stück nach Bangkok geflogen.
In Bangkok angekommen fuhren wir erst noch mit nem Taxi durch den teils chaotischen Verkehr ins Stadtviertel Chaeng Wattanah, wo sich unser Büro und das Haus von Marcos Schwiegervater Chuchart befinden. Dort gabs dann auch gleich noch lokale Spezialitäten zum Essen - “Nicht scharf” wurde mir immer wieder versichert, vermutlich gilt das aber nur für Thais.
Naja ich habs jedenfalls überlebt. Nach dem Essen war dann nicht mehr viel los und Chuchart begleitete mich zu meinem 1-Zimmer-Apartment (fünf min zu Fuß vom Büro entfernt).
Schlafen konnte ich nicht so gut, was wohl zwei Gründe hatte: Erstens die Zeitverschiebung von fünf Stunden und zweitens die Hitze von 30° die ganze Nacht über. Naja, ich werde mich dran gewöhnen (müssen)…
Bis dann, liebe Grüße, Euer
Tobias