Mein Ausflug nach Singapur aka Sign-apur
Nach einem dieses Mal, so hoffe ich, wieder akzeptablen Zeitraum melde ich mich wieder zurück. Wer sich aber auf großartige Neuigkeiten und atemberaubende Storys gefreut hat, den muss ich leider enttäuschen. Viel ist seit dem letzten Eintrag nämlich nicht passiert, naja nicht so viel wie sonst jedenfalls…
Nachdem wir von Chiang Mai zurückgekommen sind hab ich am Mittwoch Abend endlich grünes Licht bekommen, mein Visum durch einen kurzen Aufenthalt in Singapur verlängern zu dürfen. Kurz zur Info: Mein Visum ist ein Touristenvisum, dass einem insg. zwei Einreisen à 60 Tage erlaubt. Nachdem meine ersten 60 Tage am 30. Juni ausliefen musste ich also kurz das Land verlassen - umständlich, aber so läuft das hier…
Den Rest der Woche habe ich dann mit Arbeit und der Suche nach Hotel und Flug in bzw. nach Singapur verbracht; so auf die Schnelle war das gar nicht so einfach. Letztlich hats aber doch noch geklappt und ich hab für Samstag einen Flug Mittag bekommen. Um die selbe Uhrzeit ging auch Ellis Flug zurück nach Hause
. Freitag morgens konnten wir dann glücklicherweise noch unsere maßgeschneiderten Anzüge abholen, feinstes Zwirn sag ich nur
Auf dem Rückweg fand ich noch ein bemerkenswertes Lokal, aber urteilt selbst… Den Freitag Abend haben wir dann noch mit Packen verbracht und ich konnte Elli endlich dazu überreden, noch eine Durian zu probieren. Wie’s ihr geschmeckt hat kann man ganz deutlich hier sehen. ![]()
Am Samstag morgen sind wir dann zusammen mit Chuchart, der zu einem Geschäftstermin unterwegs war, zum Suvarnabhumi-Flughafen gefahren. Nach einem kurzen Abschied ging dann jeder seiner Wege, Elli nach Frankfurt und ich nach Singapur. Dass dort ein anderer Wind weht stelle ich gleich im Flugzeug fest, als ich den Einreisemeldebogen ausfüllte (links unten). Am Changi-Airport im Osten Singapurs angekommen wollte ich dann schnell in die Metro einsteigen, die dort Halt macht. Dummerweise wars aber nix mit schnell, ich musste zunächst noch 20 min durch die Gegend wandeln… Vielleicht bin ich aber auch etwas falsch gelaufen, wer weiß… Als ich die Bahn dann endlich gefunden hatte gings damit bis zur Station Aljunied. Von dort aus sinds dann bis zum Hotel (eigentlich) nur noch etwa 15 min zu Fuß (wenn man in die richtige Richtung läuft). Aber irgendwie war mir noch nach etwas Laufen. Bin dann also wieder ca. 30 min planlos durch die Gegend gewandert und hab letztendlich ein Taxi genommen. Mein persönlicher “Tag der Orientierung” oder so :). Letztendlich bin ich dann aber doch tatsächlich an meinem Hotel Fragrance Hotel - Pearl angekommen. Mir schwante aufgrund des sehr günstigen Preises schon Böses, doch beim Betreten meines Zimmers war ich positiv überrascht: Es war zwar auf das nötigste beschränkt, aber dafür ziemlich sauber. Hab mich dann erstmal noch ne Stunde hingelegt, weil die Nacht davor ja etwas kürzer war (siehe letzter Eintrag). Danach bin ich mit der MRT (Singapurs Metro) zur Haltestelle City Hall gefahren. Dort hab ich mir dann erstmal eine “lokale Spezialität” in Form gefüllter Crêpes gegönnt. Die Preise dort waren recht gesalzen, hab aber auch erst danach erfahren, dass dort nur doofe Touristen speisen ![]()
Am nächsten Tag hab ich mich aufgemacht die Stadt zu erkunden. Da durfte natürlich ein Besuch der weltbekannten Orchard Road nicht fehlen. Naja, is halt ne Straße mit unendlich vielen Geschäften. Wie gemacht zum Shoppen aber überhaupt nix für mich. Einen interessanten Laden hab ich dort gefunden, den zugehörigen Schnappschuss will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Nachmittags wollte ich mir dann auf Kais Empfehlung noch den Marina Park ansehen, aber mein Glück hat mich mal wieder verlassen… So bin ich halt noch etwas durch die Stadt geschlappt und hab unter anderem noch ein extrem fettes Huhn gefunden… Abends stand dann mein erster Geschäftstermin an, daher hab ich mich dann mal nach Hause bewegt. In der Straße, in der das Hotel liegt, angekommen wunderte mich ich zunächst über die extreme Dichte von hübschen, leicht bekleideten Mädels. Als ich die Geschehnisse von meinem Hotelfenster aus etwas näher begutachtete wurde mir plötzlich klar was in der Hotelbeschreibung mit “interessante Lokalität” gemeint war - ich logierte mitten im Rotlichtviertel
Naja war jedenfalls teils ganz interessant dem Geschehen zuzugucken, die “arbeiten” dort nämlich rund um die Uhr… Und wenn mal einmal am Tag die Polizei vorbeifährt ist die Straße plötzlich wie leergefegt, da sind die Highheels ruckzuck ausgezogen und dann wird barfuß gerannt, sehr amüsant ![]()
Am nächsten Tag bin ich auf Empfehlung eines einheimischen in den Bukit Timah Natur Park gefahren und hab dort ne ordentliche Wanderung absolviert - bei 34° und fast 100% Luftfeuchte verdammt anstrengend. Leider hat auf halber Strecke der Akku meiner Kamera den Geist aufgegeben just in dem Moment, als ein 75 cm langer Grüner Leguan meinen Weg kreuzte - Schicksal… Nachmittags hab ich nen kleinen Ausflug nach Chinatown unternommen. Auf dem Hinweg konnte man mal wieder die Liebe Singapurs zu Verboten entdecken, die Stadt ist gespickt mit Verbotsschildern (daher Sign-apur). Zurück zu Chinatown: Dort fühlt man sich wirklich wie in China, überall nur chinesische Schrift und gesprochen wird Mandarin. Naja fast überall, zumindest einen Hort des Widerstandes hab’ ich gefunden. Abends hab ich dann noch ein paar einheimische Mädels kennengelernt, die mich dann noch etwas durch die Stadt geführt haben.
Tags darauf hab ich morgens Singapurs Hausberg Mt. Faber angeguckt. Aber Berg is übertrieben, sowas nennt man bei uns nicht mal Hügel. War dann auch ziemlich unspektakulär und als es auch noch angefangen hat zu regnen hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Einzig aufregend war dann noch die Gondelfahrt bei starkem Wind, da war mir teilweise schon etwas mulmig zu Mute, kam aber sicher wieder unten an. Danach hatte ich dann noch einen weiteren Geschäftstermin in der Auslandshandelskammer. Das Gespräch dort war ziemlich informativ, mal sehen was sich so ergibt. Viel erfüllender war für mich allerdings, dass sich im Erdgeschoss des Deutschen Hauses eine Bäckerei für original deutsche Backwaren befand. So konnte ich nach zwei Monaten mit schwammigem Toast und Margarinecroissants endlich mal wieder ein paar Vollkörnbrötchen knuspern - Wahnsinn!
Abends hab ich mich dann noch mit nem Freund getroffen und meinen Aufenthalt langsam ausklingen lassen, da es am nächsten morgen um 9 Uhr wieder zurück nach Bangkok ging.
Die restliche Woche hab ich ziemlich viel gearbeitet, Freitags waren wir im Kino in Die Hard 4.0. Selten nen unrealistischeren Film gesehen als diesen: Bruce Willis kämpft in einem 20-Tonner-Lastwagen gegen einen Jet der Air Force - und gewinnt natürlich, Hacker können innerhalb von Sekunden in jedes beliebige System eindringen und wissen dann auch sofort, wie man bspw. Atomkraftwerke bedient
Naja lustig wars trotzdem. Am Wochenenede war ich dann mit Hut nochmal im Partyviertel RCA unterwegs, wo wir viel Spaß hatten. Am Dienstag Mittag haben wir dann Marius vom Flughafen abgeholt und wir werden nun zusammen für ca. einen Monat Thailand unsicher machen. Macht Euch also gefasst auf weitere spannende und atemberaubende Berichte - nur HIER in meinem Blog
Das wars dann vorerst mal wieder, bis zum nächsten Beitrag. Liebe Grüße, Euer
Tobias
Was lange währt…
Wie seit langem versprochen schaffe ich es nun endlich ‘nen neuen Blogeintrag zu schreiben. Keine Angst, solche langen Pausen werden (hoffentlich) nicht zur Regel werden - Elli ist ja jetzt wieder weg, ich hab also mehr Zeit. Allerdings kommt der Marius in 10 Tagen… naja
Nun zu den Geschehnissen der letzten Zeit.
Nachdem wir von Krabi zurückgekommen sind und uns wieder etwas eingelebt hatten besuchten wir die Ocean World im Keller des Einkaufszentrums Siam Paragon. Dort konnten wir viele der Tiere, die wir zuvor in Krabi in freier Wildbahn angetroffen hatten, etwas genauer unter die Lupe nehmen. Leider hat mein Kameraakku nach kurzer Zeit den Geist aufgeben, daher gibts nur wenige Bilder (1-3). Die darauffolgende Woche kam ich dann endlich mal wieder zum Arbeiten, dementsprechend wenig (für Euch interessantes) gibts daher zu berichten. Am Donnerstag haben uns Malee und Leg (eine Freundin) eingeladen zusammen mit Ihnen Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Thailands, zu besuchen. Nachdem wir zuvor noch im Büro ein Bewerbungsgespräch mit einer Bewerberin erledigt hatten ging es dann gegen 12 Uhr los. Bis Ayutthaya mussten wir aber zunächst noch ein Stück mit dem Auto zurücklegen. Unsere beiden “Fremdenführer” (Malee und Leg) harmonisierten dabei prächtig: Leg kann fahren hat aber keinerlei Sinn für Orientierung, Malee kennt sich dagegen aus, darf aber nicht fahren
So kamen wir also nach ca. einer Stunde an und machten uns auf die unzähligen Tempelanlagen zu erkunden. Das besondere dort ist, dass die Stadt nach einem Krieg gegen Burma von den Burmesen fast vollständig zerstört und niedergebrannt wurde. Viele Tempel wurden in diesem Zustand belassen, somit kann man die Spuren von damals immer noch erkennen. Auf Bild 4 seht ihr den Reclining Buddha, der sich nur einmal alle zig Jahre von seinen Strapazen ausruhen muss. Auf den Bildern 5-7 sieht man einerseits die beeindruckenden Tempelanlagen, andererseits aber auch die massive Zerstörung selbiger. Der Hang zur Demütigung wird besonders in Bild 8 deutlich: Alle Büsten wurden enthauptet, teilweise auch noch gröberes (2. v. re) Bei unserem Spaziergang durch die Anlagen entdeckte Elli auch noch eine monströse Eidechse (Bild 9). Später wurde uns von einem Parkwärter gesagt, dass es sich dabei um einen Waran handele. Wer weiß, jedenfalls war das Gerät aber üppige 30 cm lang, schon ganz ordentlich… Dann gabs noch eine Betonpalme zu sehen (Bild 10). Sieht doch wirklich so aus als hätte man ne Palme auf eine Betonsäule draufgepfropft - es handelt sich aber wirklich um den echten Stamm des Gewächses… Beim Rückweg zum Auto wurden wir noch von einem Taxi der anderen Art überholt (Bild 11) und auf der Rückfahrt deckten wir uns noch mit einer lokalen Spezialität ein - sogenanntem Lotii (Bild 12). Das is was pfannkuchenartiges wozu man farbige Zuckerfasern isst. Sieht komisch aus, schmeckt aber ziemlich lecker.
Am darauffolgenden Freitag wollte Chairat nach Hause nach Chiangmai fahren, weil dort irgendeine Wahl anstand. Da mich diese Stadt im Nordwesten Thailands auch interessierte entschieden wir uns spontan mit ihm mitzufahren. Um sechs Uhr abends gings los mit dem Nachtzug auf die 700 km lange Strecke. Der Zug braucht dafür 13 h (!!!), kostet dafür aber auch nur 16 EUR. Schlafen konnte man allerdings nicht wirklich gut, weil es erstens einfach zu laut war und zweitens da in Thailand, hmm wie soll ich sagen, die Schienen nicht mit der nötigen Präzision verlegt werden
Gesund angekommen sind wir aber trotzdem. Am Bahnhof wartete auch schon Chairats Vater, der uns dann auch gleich bei unseren Hotel Lai Thai ablieferte. Nachdem wir uns in unseren Zimmer etwas von den Strapazen der Fahrt erholt hatten erkundeten wir mittags zusammen mit Chairat die Stadt. Dabei gabs natürlich wieder unzählige Tempel und andere buddhistische Heiligtümer zu erkunden (Bild 13-15). Dann lernten wir, dass in Thailand auch Bäume Steckdosen haben (Bild 16) :). Gegen Abend stießen dann noch Chairats Eltern dazu und führten uns noch etwas herum (Bild 17). Am nächsten Morgen besuchten wir gemeinsam den Tempel, in dem Chairat einen Monat als Mönch verbracht hatte. Dort gibt es den Brauch, dass jeder Gläubige etwas zu Essen/Trinken mitbringt und dann alle gemeinsam frühstücken (Bild 18). Da die Mönche nach Mittag nichts mehr Essen dürfen schlagen sie morgens ordentlich zu, dass sieht man auch besonders an Ihren Schüsseln (Bild 19). Dann fiel mir noch auf, dass buddhistischer Kloster wesentlich moderner sind als man das so aus Deutschland kennt; besonders gut wird das von Bild 20 dokumentiert. Abends besuchten wir noch einen weiteren Tempel und waren lecker Essen, all you can eat-Buffet für 2 EUR, da kann man nix sagen. Tags darauf machten Elli und ich uns auf den Doi Suthep zu erklimmen, der Hausberg von Chiangmai, vergleichbar mit dem Schauinsland und Freiburg. Faul wie wir sind ließen wir uns mit dem Bus nach oben karren um dort einen weiteren Tempel anzugucken. Dort konnte man mal wieder die interessante Einstellung Thailands gegenüber Ausländern sehen (Bild 21). Oben angekommen gabs einen schönen Smaragdbuddha zu sehen und ein Stilleben, dass ich “Glocken unter Glocken” taufen möchte
(Bild 22+23) und zuletzt noch Bild 24 für diejenigen, die ihre Mutter schon immer für einen Drachen gehalten haben…
Wieder im Tal angekommen entschlossen wir uns den Zoo zu besuchen. Dort gabs natürlich Unmengen beeindruckender Tiere zu betrachten, dazwischen mussten aber immer wieder erhebliche Fußmärsche in der Gluthitze zurückgelegt werden (Bild 25-29). Besonders lustig fand ich dabei die freche Giraffe auf Bild 30.
Am nächsten Tag nahmen wir an einem organisierten Ausflug zum höchsten Berg Thailands, dem Doi Inthanon, teil. Der Weg dorthin führte uns unter anderem an einem beeindruckenden Wasserfall vorbei (Bild 31). Das nächste Ziel war ein Dorf der Karen, ein Stamm der sehr naturbezogen lebt und in Thailand mit über 200.000 Menschen den größten darstellt (Bild 32) Danach begann es leider wie aus Kübeln zu regnen. Nach einem kleinen Zwischenstopp an einem Tempel kamen wir dann schließlich am Gipfel an (Bild 33). Angenehm war, abgesehen vom Regen, die Temperatur: Es herrschten wohlige 16 °C. Lange durften wir uns daran aber leider nicht erfreuen… Wieder in Chiangmai angekommen schlenderten wir noch etwas durch die Stadt und ich fand endlich einen Stand, der eine lokale Spezialität namens Kaow Soi anbot. Das ist eine sehr würzige Suppe (Curry) mit fritierten Nudeln, sehr lecker! Danach brachte uns Chairats Familie zum Flughafen von wo aus wir dann komfortabel in etwas über einer Stunde nach Bangkok gesegelt sind.
Das wars dann vorerst mal wieder, die weiteren Erlebnisse gibts im nächsten Blogeintrag! Bis demnächst, liebe Grüße, Euer
Tobias