Tobis Blog


Die Wahrheit über Bangkok und mein Ausflug nach Pattaya

Posted in Thailand von Tobias am 30. Mai. 2007

Hallo Deutschland!
Ich schreibe Euch grade aus dem AIT, dem Asian Institute of Technology, wo wir soeben unseren Vortrag gehalten haben. Hat gut geklappt, haben einige positive Resonanz gehabt und konnten auch einige Kontakte knüpfen. Dank WLAN hier nun mein Bericht der letzten Tage aus dem Herzen Thailands, aus Bangkok. Apropos, Bangkok heißt die Stadt übrigens nur bei Ausländern, Thais nennen sie Krung Thep Mahanakhon was soviel wie Stadt der Engel heißt. Das ist aber auch nur die Kurzform, der komplette Name lautet kurz und knapp: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit was übersetzt laut Wikipedia für

“Stadt der Engel, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [Smaragd-Buddha], uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde.”

steht.
Aber das nur am Rande, ich wollte ja vom Wochenende erzählen.
Chairat hat vorgeschlagen, dass wir uns am Samstag Pattaya ansehen, eine Stadt im Osten Thailands direkt am Meer. Gesagt, getan. Wir trafen uns also samstags um 6:30 und fuhren per Kleinbus zum Busbahnhof. Um kurz nach 8 Uhr gings von dort aus dann in nem klimatisierten Reisebus los in Richtung Pattaya. Hatte mir vorgenommen während der Fahrt etwas zu lesen, aber dank der Schlaglöcher auf der Straße war das nur eingeschränkt möglich. Manchmal hebt es einen wirklich 20 cm vom Sitz hoch, so gehts da zu :) Abgesehen davon war die Fahrt aber recht langweilig. Um 11 Uhr sind wir dann in Pattaya angekommen, wo es tollerweise noch wärmer als in Bangkok war… Am Strand angekommen (Bild 1) fiel mir gleich der extrem hohe Anteil an extrem aufgebrezelten Damen auf. Die beiden Thais klärten mich dann auf, das Pattaya eine der Hochburgen des horizontalen Gewerbes sind, sehr viele Ausländer kommen hierher um sich zu vergnügen… Ein Beweisfoto ist mir dann auch noch geglückt (Bild 2) :P Naja allgemein eher abstoßend, wenn man die ganzen fetten alten Touris da mit 20-jährigen Thailänderinnen rumlaufen sieht, aber naja…
Nachmittags sind wir dann mit dem Schiff auf die Insel Goh Larn gefahren (Bild 3). Dort angekommen besichtigten wir ein buddhistisches Heiligtum, wozu aber zunächst mal über 200 Stufen erklommen werden mussten - bei über 35° C kein Zuckerschlecken (Bild 4). Dafür wurde man oben mit einem wunderschönen Blick über die Insel entschädigt (Bild 5) und nen Bild von der Buddhafigur hab ich auch noch gemacht (Bild 6). Bei der Abreise von Goh Larn war ich am Dock wieder einmal fasziniert vom thailändischen “Hochbau” (Bild 7) :)
Eigentlich wollten wir ja abends wieder heimfahren, aber das hätte sich nicht wirklich gelohnt, also haben wir uns ein günstiges Hotelzimmer gesucht. Schließlich bezogen wir zu dritt ein Doppelzimmer für 350 Baht = 7 EUR pro Nacht. :) Abends waren wir dann etwas in der Stadt unterwegs (Bild 8) wo es ziemlich interessante Sachen zu kaufen gibt wie z.B. auf Bild 9 ersichtlich. Gegen Mitternacht warn wir noch in ner Tanzbar, richtig prickelnd wars dort aber nicht. Dafür ist mir aber noch ein schöner Schnappschuss von Pattayas Wahrzeichen gelungen (Bild 10). Beim Rückweg vom Dock, von wo aus ich dieses Bild gemacht hab, wurden wir mal wieder vom Regen überrascht, aber nicht nur wir. Zuerst fing es an zu tröpfeln und alle Menschen bewegten sich langsam in Richtung Festland. Innerhalb von Sekunden gings dann aber plötzlich los und die ganze Meute (weit über 200 Menschen) rannten in der Kolonne die Mole entlang unter das Dach eines dortigen Gebäudes, sehr amüsant :)
Am nächsten Morgen haben wir erstmal etwas ausgeschlafen und sind dann noch etwas durch die Stadt getingelt, unter anderem mit dem traditionellen Verkehrsmittel in Pattaya: dem Personenlaster (Bild 11). Am Strand konnten wir noch ein Exemplar der seltenen Spezies der Hundschweine fotografieren. Ich hab mal meinen Fuß daneben gestellt, um die enormen Ausmaße des Tieres zu verdeutlichen (Bild 12).
Bei der Fahrt zurück zum Busbahnhof konnte ich dann nochmal eindrucksvoll die Ausrichtung der Geschäfte in Pattaya auf ein gewisses Klientel dokumentieren (Bild 13+14). Die Fahrt nach Hause gestaltete sich wieder weniger spannend, nur der Bus war wohl schon etwas älter. Zuerst mussten zwei Reifen gewechselt werden und dann ging in der hintersten Sitzbank eine Klappe auf durch die Abgase ins Businnere gelangten. Die Lüftung tat auch nicht so richtig, überlebt haben wir aber alle :) Bemerkenswert war dann noch die Fahrweise des Busfahrers in Bangkok. Er quetschte sich mit seinem normalen Linienbus durch den stockenden Verkehr. Abenteuerlichste Spurwechsel wurden mit sekundenlangem Hupen eingeleitet und begleitet. Hab leider meine Kamera zu spät eingeschaltet, daher gibts nur ein sehr kurzes Video davon, aber immerhin mit einem dieser Spurwechsel :)
Diese Woche gibts dann erstmal beruflich noch einiges zu tun. Am Samstag Mittag um 12:55 landet dann endlich mein Schatz Elli in Bangkok und wird mich/uns nen Monat lang mit ihrer Anwesenheit beglücken. Hoffen wir, dass es ihr hier genau so gut gefällt wie mir und wir ein paar wunderschöne Wochen erleben werden.

Pattayas Wahrzeichen “Shopping” am Strand Goh Larn Steiler Aufstieg auf Goh Larn Traumhafter Blick über Goh Larn Buddhastatue “Hochbau” in Thailand Pattaya bei Nacht Interessante Konsumgüter Pattayas Wahrzeichen bei Nacht Personenlaster Ein Hundschwein Viagra 1 Viagra 2

Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße, Euer

Tobias

P.S.: In den letzten Kommentaren wurde ja mal nach meinem genauen Aufenthaltsort gefragt. Habs mal bei Google-Maps rausgesucht. Das Haus mit dem braunen Dach, dass umgeben von “Urwald” ist, dort ist unser Büro.

Fiese Fremdsprachen und “Ist das echtes Gold?”

Posted in Thailand von Tobias am 24. Mai. 2007

Alluhn sawad khrab! (=Guten Morgen)
Nachdems in letzer Zeit etwas still um meinen Blog geworden ist, will ich nun mal wieder ein paar Worte zu Byte bringen. Hatte ziemlich viel zu tun diese Woche, daher musstet Ihr etwas kürzer treten. Nunja, was ist denn so alles passiert seit dem letzten Eintrag…
Die letzte Arbeitswoche ging bis eigentlich relativ unspektakulär über die Bühne. Haben halt jeden Tag gearbeitet, was auch sonst :) Ach ja, ich hab angefangen das thailändische Alphabet zu lernen. Sind ja nur lächerliche 76 Buchstaben… Leider musste ich feststellen, dass beim “Design” dieses Alphabetes nicht sehr viel wert darauf gelegt wurde, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und die Verwechselungsgefahr der Buchstaben zu minimieren - nein weit gefehlt. Jeder Buchstabe hat unzählige teils überflüssige, teils relevante Schnörkel, bei manchen Buchstaben macht ein kleiner Kringel hier oder ein etwas längerer Strich dort einen gravierenden Unterschied. Dementsprechend fühlt man sich dann auch wieder wie ein Erstklässer beim Lernen unseres Alphabetes :) (Bild 1). Parallel dazu versuche ich mich natürlich auch daran, die Sprache selbst zu lernen. Das läuft eigentlich schon gar nicht schlecht, grundlegende Dinge wie “Die Rechnung bitte”, “Wie komm ich zum Tempel?” und natürlich “Bitte nur etwas scharf” kann ich schon sagen. Als Unwissender ist man sicher geneigt zu sagen, dass da doch mehr drin sein sollte. Dem kann ich nur entgegnen, dass Thai meines Eindrucks gerade so entworfen wurde, dass wir Europäer maximale Probleme beim Erlernen haben :) Das fängt wie oben beschrieben bei der Schrift an und endet darin, dass die meisten Vokale hier über bis zu fünf verschiedene Tonhöhen verfügen. Das Wort “mah” gibt es z.B. in drei verschieden Tonhöhen und damit den Bedeutungen “Hund”, “Pferd”, “kommen”. Vertut man sich da mit der Betonung, dann fällt das den Thais leider nicht immer auf, weil das für sie total unterschiedliche Wörter sind. Das führt manchmal zu ulkigen Missverständnissen. Naja immerhin hab ichs schon mehrfach geschafft, die fünf verschiedenen Betonungen runterzubeten, bin also auf nem guten Weg. Sonst wollte der Benni ja mal noch ne Kostprobe vom tropischen Regen haben (Bild 2); da hats grade vllt. 20 min geregnet…
Am Samstag wollten wir uns eigentlich Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragd-Buddha) ansehen, aber aufgrund des “hohen Verkehrsaufkommens” und der dadurch enstandenen Zeitnot haben wir das dann auf Sonntag verschoben und sind stattdessen in die Stadt um dort etwas einzukaufen. Dort sind wir dann durch ein Marktviertel gelaufen, indem man wirklich alles kaufen konnte. Wer schonmal auf einem nordafrikanischen Sukh war, kann sich so in etwa vorstellen, wies da zu geht. Besonders interessant ist natürlich die ganze “Markenware” wie z.B. abibas (nein kein Schreibfehler) mit vier Streifen zu Schleuderpreisen :) Hab mich dann für insgesamt 10 EUR ordentlich mit neuen Kleidern eingedeckt, sehr angenehm… Sehr interessant fand ich auch noch einen Buchladen (Bild 3) - nix da mit “Entschuldigen Sie, wo finde ich denn ‘Die Glocke’ von Schiller?”. Selber suchen heißt die Devise :) Danach haben wir noch den Lumphinipark angeguckt, eine sehr schöne Grünanlage mitten in Bangkok. Besonders beliebt bei Schildkröten (Bild 4) und fitnessverliebten Thailändern (Bild 5+6). Abends waren wir dann noch auf ner Orchideenausstellung (gigantisch) und im Kino im Film “28 Weeks Later”. Ich fand den Film furchtbar, Schema “Film an, Hirn aus”, naja… Danach waren wir noch zusammen ne Runde Snooker spielen und mussten dabei leider feststellen, dass der Tisch wirklich extrem groß und die Taschen extrem klein und fies sind. Da dauert ein Spiel dann wirklich ewig, aber bei 2 EUR/h stört das nicht so richtig :) (Bild 7+8)
Am Sonntag gings dann wirklich zum Tempel. Auf dem Weg dorthin konnte ich endlich die berüchtigten öffentlichen Verkehrsmittel in Thailand austesten; wir fuhren mit Bus und Schiff (Bild 9-11). Am Tempel angekommen muss man allerdings lange Hosen tragen, zum Glück werden die dort aber kostenlos verliehen. (Bild 12) Da dort normalerweise der König betet sieht natürlich alles sehr pompös aus (Bild 13-19). Auf Bild 16 sieht man das Heiligtum des Tempels, die Buddha-Figur, die übrigens je nach Jahreszeit (Regenzeit, warme Zeit, “kalte” Zeit) unterschiedliche Gewänder trägt. Achja, der goldene Überzug vieler Gegenstände ist übrigens echtes Blattgold…
Das wars dann auch schon wieder mit dem Wochenende. Diese Woche muss ich ordentlich ranklotzen, weil wir Mitte nächster Woche unser Warenwirtschaftssystem auf einer Messe präsentieren müssen - da gibts noch einiges zu tun. Deswegen mach ich jetzt auch Schluss!

Schreibübungen Etwas Regen… Büchergeschäft Schildkröte Public exercising Fitnessgerät Hut beim Snooker Tobi räumt ab Busfahren in Thailand Busfahrer Schiff auf dem Jaupreujah Fast wie ein Mönch :P Wat Phra Kaeo 1 Wat Phra Kaeo 2 Wat Phra Kaeo 3 Wat Phra Kaeo 4 - Buddha Figur Wat Phra Kaeo 5 Wat Phra Kaeo 6 Wat Phra Kaeo 7

Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße, Euer

Tobias

BKK Nightlife und Sport in den Tropen

Posted in Thailand von Tobias am 16. Mai. 2007

Sawaatdee ndonjen khab (= Guten Abend) nach Deutschland,
lieg mal wieder faul im Bett rum und nutze die Zeit, um Euch nen kleinen Eintrag zu schreiben. Heute war mein bisher härtester Tag, mehr dazu aber weiter unten ;-)
Letzten Samstag waren Marco und ich mit Chairat und Hut (die thailändischen Kollegen) in Bangkok im Kino und zwar im Film “Next”. Davor haben wir noch vor dem Kino ne Kleinigkeit gegessen. Chairat empfahl mir eine Speise, die entfernt an eine Perlenkette mit sehr großen Perlen erinnerte und murmelte irgendetwas von “is from porc body inside”. Naja, mich schreckt ja nix so schnell ab, also hab ichs mal probiert. Definieren konnte ichs nich genau, aber schlecht geschmeckt hats nicht. Danach sind wir dann ins Kino rein und haben uns Popcorn geholt, natürlich mit Chili und anderen Gewürzen verfeinert ;-). Ab in den Kinosaal und da gabs auch gleich die nächste Überraschung. Zunächst einmal der “interessante” Stil der thailändischen Werbung, total durchgedreht, wie mans sonst eigentlich aus Japan kennt. Aber dann - plötzlich stehen alle im Kino auf und es ertönt theatralische Musik. Zusätzlich läuft ein kleiner Spot mit der Aufforderung: “Pay respect to the king”. Etwas kitschig, aber na gut, der König ist den Thais wohl sehr wichtig. Marco meinte, er hätte keinerlei politische Macht (so wie die Queen), aber sein Wort hat dennoch sehr viel Gewicht (anders als die Queen :-))… Der Film war dann auch ganz nett. Geht um nen Kerl der zwei Minuten in die Zukunft sehen kann und der mal wieder die Welt retten muss. Interessanter Schnitt und lustige Situationskomik, kann man sich gut mal angucken. Danach sind wir dann weiter ins Vergnügungsviertel und haben dort erstmal in nem Irish Pub ein Bierchen gezischt (Bild 1+2). Dann wollten wir weiter in so ne Schickimicki-Bar, wo wir aber aufgrund unserer Flipflops leider nicht reingelassen wurden. Dann sind wir nochmal 20 km weitergefahren ins nächste Viertel und sind dort in ne Disko gegangen, davor lagen dann schon die ersten total fertigen Kollegen ;) (Bild 3) Innendrin siehts dann eigentlich genau so aus wie bei uns (Bild 4-7) - nur halt Thais statt Deutschen, versteht sich. Bemerkenswert ist noch die Matte des Kerlen auf Bild 4 am linken Bildrand ;). Auf Bild 7 sieht man mal alle auf einmal (l. n. r.: ich, Marco, Chairat, Hut). Selbst die Preise sind eigentlich wie bei uns, ein Bier kostet 120 Bath was so in etwa 2,50 EUR entspricht. Eine Besonderheit gibts aber hier noch, die ich euch nicht vorenthalten will: Ladyboys (oder Katoey). “Was ist das?” wird sich der eine oder andere Fragen. Das sind Jungs oder Mädels, die sich aus verschiedensten Gründen dazu entschieden haben, ans andere Ufer zu wechseln, falls ihr versteht was ich meine. Hier in Thailand werden diese Menschen mit viel mehr Respekt behandelt als in Deutschland. Die “Dame” auf Bild 8 wurde von den beiden Thais sofort als Ladyboy identifiziert, Marco und ich habens natürlich nicht gemerkt :) Um zwei Uhr machen die Läden hier leider dicht, da sind wir dann mit dem Taxi für 4 EUR wieder heimgegurkt und müde ins Bett gefallen.
Der Sonntag war ein recht träger Tag, nur der Beginn war interessant. Bin morgens gegen 11 Uhr aufgestanden hab gefrühstückt und wollte dann ins Büro. Draußen ging aber wieder die Welt unter, es hat geregnet wie aus Kübeln. Um 13 Uhr hats dann so halbwegs aufgehört und ich hab mich auf den Weg gemacht. Im Erdgeschoss angekommen wars das aber auch schon wieder. Vorm Gehsteig stand ungefähr 20 cm hoch das Wasser auf der Straße, ich konnte gar nicht weg. (Leider kein Foto, mein Akku war leer) Naja nach 5 min hat sich dann ein Motorradtaxi meiner erbarmt und mich direkt am Gehsteig abgeholt und ins Büro gefahren - für 20 Cent ;). Sonst hat Marco noch seinen Krempel zusammengepackt, weil er in der Nacht auf Montag wieder zurückfliegen musste.
Auch der Montag war recht öde, wir haben hauptsächlich gearbeitet, wie das halt so ist.
Heute haben wir (Chairat, Hut und ich) dann alle etwas früher zu arbeiten begonnen, weil wir abends zusammen ne Runde Basketball spielen wollten. Um fünf haben wir dann das Büro verlassen und sind auf den Platz gegangen. Dort waren noch drei Jungs, gegen die wir dann ein kleines Match gespielt haben. Eigentlich hats ganz gut geklappt, aber nach ner knappen Stunde war ich total im Eimer. Man glaubt kaum, was 34° und 100% Luftfeuchte ausmachen, wenn man sich ein bissel bewegt… Hab mich dann nach Hause geschleppt und bin erstmal 20 min unter der kalten Dusche stehen geblieben - heftig.. Dann hab ich mir noch schnell auf der Straße auf Thai (!!) Path-Pakh (gebratenes Gemüse mit Hühnerfleisch und natürlich Reis) mit etwas Chili (dschet nit noi) bestellt. Das hab ich dann in meinem Zimmer vertilgt und dazu Rocky geguckt - Dialoge von und mit Sylvester Stallone sind einfach so herrlich dämlich :)
Demnächst werde ich dann pennen gehen, um mich von den Strapazen des Tages zu erholen und wieder fit in den morgigen Tag starten zu können.

Marco und Chairat Marco, Chairat und Hut ) BKK Nightlife 1 BKK Nightlife 2 BKK Nightlife 3 Alle vier zusammen Ladyboy

Bis dahin, liebe Grüße, Euer

Tobias

Mein Stadtviertel und die Früchte Thailands

Posted in Thailand von Tobias am 12. Mai. 2007

Guten Tag an Euch Europäer,
ich liege grade (Samstag, 02:00 Uhr) in meinem Bett und kann nicht so richtig einpennen. Daher dachte ich, ich schreib einfach mal wieder was über meine Erlebnisse diese Woche und andere interessante Sachen aus dem fernen Südosten. Angefangen hat die Woche ja mit den Taucherlebnissen, über die im vorherigen Eintrag ja mehr oder minder ausführlich berichtet wurde.
Ab Dienstag Mittag hat uns dann endlich der Arbeitsalltag eingeholt. Wir haben die Woche über die Infrastruktur unseres Büros in Bangkok auf Vordermann gebracht, d.h. hauptsächlich Marco eigentlich. Wir haben mehrere Rechner auf Linux umgestellt und einen Server eingerichtet, aber das interessiert vermutlich die wenigsten von Euch, daher spar’ ich mir die Details :)
Mittlerweile hab ich auch ein Fahrrad bekommen, mit dem ich morgens immer ins Büro radeln kann (Bild 1). Dazu muss ich eigentlich nur die große Straße (Bild 2), die direkt bei mir vorm Haus vorbeiläuft entlangfahren. Die Straße hats aber in sich. Gesäumt von Myriaden von Marktständen, die unter teils abenteuerlichen hygienischen Zuständen (natürlich nicht alle) Nahrungsmittel verkaufen, führt sie fast bis direkt vor unser Büro. Allerdings gibts auch Stände, die extrem leckere Früchte zu - für deutsche Verhältnisse - extrem liberalen Preisen verkaufen (Bild 3). Ein Kilo Mango kostet bspw. 25 Bath was ungefähr 50 Cent entspricht. Eine kleine Auswahl der Früchte Thailands gibts auf Bild 4-10. Dabei auch ein weiteres Highlight: eine Jackfruit aus dem Garten war reif, so dass wir sie schlachten konnten - schlachten ist der richtige Ausdruck, die Teile werden über 20 kg schwer… Unsere war eher kleiner, sie wog nur knapp 14 kg. Auf den Bildern seht ihr Chuchart und Malee (Marcos potentielle Schwiegereltern) beim Zerlegen des Ungetüms - schmeckt richtig lecker. Danach haben wir dann noch eine Durian gekauft, die Hut, einer unserer thailändischen Kollegen zerteilt (Bild 9). Davor wurde mir zuerst mal abgeraten, da sie aufgrund ihres Gestankes nichts für schwache europäische Gemüter sei. Naja, probieren musste ichs natürlich trotzdem: Das Ding stinkt wirklich wie ein Haufen verfaulter Ratten, man muss sich ganz schön überwinden, um reinzubeißen. Dann schmeckts eigentlich gar nicht so schlecht, aber so richtig definierbar ist es nicht. Auf einem Drittel der Zunge schmeckts nach gebratenen Bananen, aufm zweiten nach Ananas und aufm dritten leider immer noch nach verfaulten Ratte :) Ich musste dieses Experiment daher nach dem ersten Stück abbrechen; da unsere Thais im Büro die Frucht aber richtig lieben, werde ich sie sicher nochmal probieren.

Mein Fahrrad Meine Straße Obststand Pitahaya Thailändische Pampelmuse Roseapples Chuchart + Jackfrüchte Chuchart und Malee zerlegen Jackfrucht Hut bearbeitet Durian (Stinkfrucht) Mangustin & Gno

Ach ja, einkaufen war ich gestern noch, im Big-C, einer ortsansässigen Supermarktkette. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind, bin hilflos durch die Reihen geirrt und hab nach Zahnpasta und ähnlichen Trivialitäten gesucht aber einfach nichts gefunden. Schließlich hab ich doch noch Zahnpasta gefunden, dann aber nur im 12er-Pack: 12 Tuben Colgate für 60 Bath (= 1,20 EUR). Naja, hab halt dann nur das gekauft, was ich gefunden hab, für den Rest muss ich nochmal kommen :)
Nach der Arbeit warn wir heute Abend noch einen Trinken. Das ist hier alles relativ nahe beieinander, daher konnten wir zu Fuß gehen. Kaum hingesetzt fing auch plötzlich der tropische Regen an und innerhalb von 30 min ergossen sich bestimmt 10 l pro Quadratmeter - abnormal. Währenddessen textete mich ne Thailänderin zu, die - wenn ich sie richtig verstanden habe - so lange ihre Mutter nicht mehr sehen darf, bis sie einen Mann mit nach Hause bringt… Naja ich hab dann mal dankend abgelehnt :) Die Dame war ohnehin auch promilletechnisch nicht mehr so ganz auf der Höhe :)
Morgen gehn wir dann mit unseren beiden Thai-Kollegen (evtl. Bild !!!!) ins Kino und werden uns den Film Next ansehen. Das is hier in Thailand recht problemlos, da alle ausländischen Filme im Originalton mit Untertiteln laufen. Nur die Temperatur in den Kinos soll gewöhnungsbedürftig sein, Marco meinte, die kühlen da auf unter 18° C runter… Naja dafür kostet das Kino nur 60 Bath (= 1,20 EUR), da kann man guten Gewissens ne Decke mitnehmen :)
Grade eben hörten wir von der Straße plötzlich laute Musik. Chuchart klärte uns auf, dass dort eine Prozession stattfindet, die einen jungen Mann ins Kloster verabschiedet. Ein tolles Ereignis, weil das Kloster früher der einzige Weg war, Bildung zu erlangen. Zusätzlich verhilft es sündigen Eltern statt in die Hölle doch in den Himmel zu kommen, sofern ihr Sohn im Kloster war. Hier ist das allerdings nix so endgültiges wie bei uns, die meisten thailändischen Männer gehen im Laufe ihres Lebens für ein paar Monate ins Kloster um dort religiöse Erleuchtung zu erlangen. Und dann habe ich heute morgen noch nen Außenposten der CIA in Bangkok entdeckt - oder es is ne Familie die sehr sehr viel Fernseh guckt :)

Prozession für den Eintritt ins Kloster Prozession für den Eintritt ins Kloster 2 CIA Außenposten

Das wars vorerst von meiner Seite mal wieder. Schreibt schön viele Kommentare!

Bis dann und Lahgoong (= Auf Wiedersehen),

Tobias

Tauchen in Krabi und Antworten auf wichtige Fragen…

Posted in Thailand von Tobias am 9. Mai. 2007

สวัสดีครับ (= Sawatdee khrab = Guten Tag) an alle Daheimgebliebenen! :)
Zunächst einmal ‘ne dicke “Entschuldigung”, dass ihr so lange auf Neues aus Thailand warten musstet. Und das gleich nach dem ersten Eintrag in meinem Blog… Keine Angst, das wird hoffentlich nicht zu Regel.
Der Grund meiner Abwesenheit: Ich war übers (verlängerte) Wochenende nicht in Bangkok, sondern in Krabi um dort mit dem Tauchen anzufangen. Wenn man schon mal in Thailand ist, dann sollte man sich so eine Chance nicht entgehen lassen. Naja, erstmal der Reihe nach:
Freitag morgens mussten Marco und ich früh raus, weil wir erst noch durch halb Bangkok (bei 150 km Durchmesser heißt das was…) fahren mussten, um zum Flughafen zu gelangen. Von dort aus gings dann knapp anderthalb Flugstunden in den Süden nach Krabi. Vom Flughafen dort fährt man dann noch ca. eine Stunde in den Stadtteil Ao Nang, wo sich die Tauchschule unserer Wahl befand. Dort angekommen haben wir uns zuerst in der Bungalow-Siedlung Seagull Hut häuslich eingerichtet (Bild 1-3). Dann haben wir dem Tauchcenter einen ersten Besuch abgestattet und die Formalitäten geklärt, sodass ich am nächsten Tag gleich mit der Ausbildung zum “PADI Open Water Diver” beginnen konnte. Bis dahin musste ich “nur” das 270-seitige Begleitbuch lesen - der Abend war daher eher langweilig :) Am nächsten Morgen gings dann auch gleich los, ich musste mir 4 Stunden lang das Begleitvideo zum Buch reinziehen, sehr spannend… Danach passierte dann etwas mehr, denn im Pool begann dann auch die praktische Ausbildung. Mein Tauchlehrer Andy (aus Newcastle, England, Bild 4) gab sich auch wirklich große Mühe! Das lief alles problemlos, so dass Marco und ich den Abend in einer Art Strandkorb-Deluxe am Strand verbringen konnten (Bild 5). Tags darauf standen dann endlich meine ersten beiden richtigen Tauchgänge im Meer an. Dabei erkundeten wir die Korallenriffe um die Inseln Koh Ha und Koh Yawasam (Bild 6+7). Dort boten sich einem unvorstellbare Anblicke - eine solche Vielfalt verschiedenster Lebewesen habe ich noch nie gesehen! Nebenher musste ich noch einige tauchtechnische Fähigkeiten erlernen, was sich aber auch recht problemlos darstellte. Am Montag, leider unserem letzten Tauchtag, gings dann schließlich in Richtung Koh Phi Phi (Bild 8), die Insel auf der der Film “The Beach” (Bild 9) gedreht wurde. Die Erlebnisse hier waren mindestens genau so beeindruckend wie am Vortrag, nur hatte ich meine Aufregung etwas besser im Begriff und konnte daher mehr genießen. Dieses Mal war auch noch ein Filmemacher dabei, das entstandene Video gibts hier [kleinere Version] (Wenn euer Videoprogramm Probleme beim Abspielen hat, dann verwendet am besten VLC). Nach insgesamt 5 Stunden Bootsfahrt hin und zurück kehrten wir schließlich gegen 18 Uhr abends wohlbehalten nach Ao Nang zurück. Nach ner kurzen Dusche statteten wir dem Tauchcenter noch einen letzten Besuch ab, wo ich dann schließlich mein Zertifikat erhielt. Nach einem extrem dekadenten Abendmahl in Form zweier Langusten und als Nachtisch gebratenen Bananen plus eine mit Kokosmilch und Bananen gefüllte Kokonuss - extrem lecker - stürzten wir uns ins Nachtleben der Stadt und stellten schnell fest, dass die Thais nicht immer so schüchtern sind, wie sie sich auf den ersten Blick geben. Am nächsten Morgen gings dann auch leider schon wieder zurück nach Bangkok - naja, in Krabi war ich sicher nicht das letzte Mal :)

Bungalow img_0237-800×600.JPG Blick über Bungalows Tauchlehrer Andy Krabis Strand Koh Ha Koh Yawasam Tauchspot bei Koh Phi Phi The Beach - 2 Tauchkollegen

Unterwegs konnten wir noch Antworten auf sehr interessante Fragen bekommen. Unter anderem:

  • Wie gut funktioniert der thailändische TÜV? (naja…)
  • Wieviel Menschen passen eigentlich auf einen Roller? (4)
  • Was frühstückt man in Thailand? (Reis, was sonst)

) “Schifffsmotor” Familie auf Roller Frühstück in Thailand

Bis zum nächsten Mal und schreibt weiterhin so viele Kommentare!

Liebe Grüße,

Euer Tobias

Goooooood Mooooooorniiiiiiiiiiiiing Thailand!!

Posted in Thailand von Tobias am 3. Mai. 2007

Nun hab ich endlich ein paar freie Minuten, um meinen ersten Eintrag in meinem Blog zu machen :)

Gestern abend um 18:10 Uhr (13:10 Eurer Zeit) sind wir endlich in Bangkok am Flughafen gelandet. Unser Flug ging von Frankfurt nach Dubai, wo wir 8h Aufenthalt hatten. Wir entschieden uns dagegen, die gesamte Zeit im Flughafen zu erkunden und fuhren stattdessen mit dem Bus in die Stadt um etwas vom Leben dort mitzubekommen. Glücklicherweise gerieten wir an Richard, - einen Mitarbeiter der Emirates-Fluglinie, mit der wir nach Dubai geflogen waren - der uns für die nächsten vier Stunden durch die Stadt führte.
GroupphotoDubai
Wieder zurück am Flughafen haben wir noch ein paar Stunden gepennt und sind dann das letzte Stück nach Bangkok geflogen.
In Bangkok angekommen fuhren wir erst noch mit nem Taxi durch den teils chaotischen Verkehr ins Stadtviertel Chaeng Wattanah, wo sich unser Büro und das Haus von Marcos Schwiegervater Chuchart befinden. Dort gabs dann auch gleich noch lokale Spezialitäten zum Essen - “Nicht scharf” wurde mir immer wieder versichert, vermutlich gilt das aber nur für Thais. :) Naja ich habs jedenfalls überlebt. Nach dem Essen war dann nicht mehr viel los und Chuchart begleitete mich zu meinem 1-Zimmer-Apartment (fünf min zu Fuß vom Büro entfernt).
MyRoom1 MyRoom2 WonderfulView
Schlafen konnte ich nicht so gut, was wohl zwei Gründe hatte: Erstens die Zeitverschiebung von fünf Stunden und zweitens die Hitze von 30° die ganze Nacht über. Naja, ich werde mich dran gewöhnen (müssen)…

Bis dann, liebe Grüße, Euer

Tobias